Im Gespräch mit Gastwirten ist mir schon öfters der Satz untergekommen: “Heute habe ich ein Schnäppchen gemacht und einen Jahreseintrag für nur 100€ auf dem Portal xy gekauft”. Sicher sind 100 € nicht viel, aber wenn sie nix bringen, dann hätte man das Geld doch anderweitig gewinnbringender anlegen können. Deshalb gebe ich meinen Kunden immer einige Tipps gegen Mogelpackungen im Internet, die ich an dieser Stelle mit Ihnen teilen möchte …
1. Fragen Sie nach der Vermarktungsstrategie des Portalbetreibers
Ein Tourismusportal hat prinzipiell 2 Möglichkeiten Besucher auf das eigene Portal zu bringen: Entweder sie schalten selbst Werbung (Banner, Google Adwords …) oder sie sind sehr gut in Google gelistet. Falls der Anbieter angibt, seine Google Position sei sehr gut, dann fragen Sie gezielt nach den Keywords, bei denen er unter den Top 5 Positionen gelistet ist und prüfen Sie es selbst. Dabei macht es natürlich einen wesentlichen Unterschied ob ein Portal bei einem “Hauptsuchwort” wie “Südtirol Hotels” (Google-Link) in der ersten Liga mitspielt oder bei einem Suchbegriff wie “Südtirol Wandertipps” (Google-Link), dessen Suchhäufigkeit verhältnismäßig gering ist.
2. Schauen Sie sich das Portal genau an
Welche Betriebe sind vertreten? Kennen Sie vielleicht den einen oder anderen - dann holen Sie sich eine Referenz ein. Weiters sollten Sie misstrauisch werden, wenn das Portal sehr “billig” aussieht und eher einer konzeptlosen Linksammlung ähnelt, als einem professionellen Vermarktungsportal.
3. Wer ist der Portalbetreiber?
Viele der über 50 lokalen Tourismusportale in Südtirol werden hobbymäßig betrieben und entsprechend sind die Erfolge. Die Portale hinter denen eine professionelle Servicestruktur steht, kann man auf zwei Händen zählen. Langjähriges Bestehen der Firma und ein konsolidierter Kundenstamm sind sicherlich gute Qualitätsindizien. An dieser Stelle ist allerdings zu sagen, dass auch das eine oder andere kleine Portal durchaus Erfolge liefern kann. Bei Angebote von ausländischen Anbietern sollten Sie besonders aufmerksam sein.
4. Holen Sie sich einen Berater ins Haus
Telefonisch lassen sich viele Geschichten erzählen. Testen Sie, ob sich der Anbieter die Mühe macht Sie zu besuchen und Ihnen kostenlos die angebotene Dienstleistung erklärt. Ein guter Internetpartner zeichnet sich auch dadurch aus. Er berät Sie rundum zum Thema, ohne dafür gleich ein Beratungshonorar zu verlangen - schliesslich bezahlen Sie ja schon für den Datenbankeintrag.
5. Achten Sie auf den Google-Pagerank der Seite
Der Google Pagerank ist eine Zahl zwischen 0 und 10, die Google den einzelnen Portalen zuweist und damit die Wichtigkeit des Portales beziffert. Ein neues Portal startet bei einem Pagerank von 0 und nur sehr wenige Portale (derzeit 16 weltweit) erreichen einen Pagerank von 10 (Google selbst, Yahoo, die NASA, …). Prinzipiell gilt die Regel: Je höher der Pagerank, desto wichtiger ist die Seite für Google. Der Pagerank kann zwar generell überhaupt nicht als Qualitätsindiz gewertet werden, aber grundsätzlich kann man sich von einem Tourismusportal schon eine Pagerank von mindestens 3-4 erwarten.
Ich bin zuversichtlich, dass Sie bei Befolgen dieser Tipps in Zukunft Fehlinvestitionen vermeiden können. Falls Sie Zweifel haben, helfe ich Ihnen gerne unverbindlich weiter (Kontakt)



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