30.01.2008 - 13:59       Geschrieben von Hanspeda

Tourismusorganisation verstehen Google & Co. nicht!


Es tut mir leid aber ich muß wieder etwas kritisch über die Tourismusorganisationen in Südtirol berichten. Leider haben nur die wenigsten Verbände und Vereine die Möglichkeit erkannt im WWW auf sich aufmerksam zu machen.

Vor allem schafft man es nicht, sich dementsprechend in Google & Co. zu präsentieren. (lässt man die teure Google-Adwords Werbung mal außen vor)

google_logo1.jpg

Ich mach Ihnen ein willkürliches Beispiel. Nehmen wir die Tourismushochburg Sexten her. Also googeln wir nach dem Keyword Sexten (das Googleergebnis versteckt sich hinter dem Link). Bis hier ist noch alles in Ordnung - Position 1 hat der Tourismusverein inne. Sucht ein potentieller Gast aber “Ferienwohung Sexten” oder “Hotel Sexten” dann ist es schon vorbei. Die Tourismusportale machen sich die ersten Plätze unter sich aus. Würde man es hier schaffen, besser positioniert zu sein, würden auch mehr Anfragen über den örtlichen Tourismusverein bzw. Verband eingehen. Was wiederum die kleineren Missstimmungen zwischen Mitgliedern und Vereinen/Verbänden dämpft (”ich krieg keine Anfrage vom Tourismusverein etc…” - diese Klagelieder kennt -  glaube ich - jeder)

Natürlich werfe ich jetzt nicht alle Organisationen in einen Topf, aber es betrifft einen großen Teil. Wie Google aufgebaut ist dürfte kein Geheimnis sein. Also wer es noch nicht weiß hier nochmals ganz simpel: Je mehr Links desto besser…

Liebe Tourismusorganisation, Ihr habt riesiges Potential euch in den Google-Ergebnissen zu positionieren, und schafft es leider nicht. Stellt euch einmal die Frage woher Ihr so viele Links wie möglich kriegt. Die Antwort liegt auf der Hand! Wie viele von Euren Mitgliedsbetrieben verlinken euch? 20-30 % der Betriebe? Natürlich ist es schwierig die Betriebe dazu zu motivieren, und auf Mailings werden auch die wenigstens reagieren.

Hier eine weitere Idee von mir: Es wird ja nahezu jedes Jahr über die Erhöhung der Abgaben diskutiert ( z.B. in Tourismusvereinen). Wie wäre es, wenn der Abgabensatz für ein Jahr derselbe bleibt, die Mitgliedsbetriebe sich aber verpflichten die Organisation zu verlinken. Betrachtet einen Backlink als imaginäres Geld. Für die Betriebe kostet es fast gar nichts und für die Verbands- bzw. Vereinshomepage ist es ein imenser Qualitätssprung.

Wenn jemand die Idee umsetzen will, hier noch ein weiterer Tipp. Holt Euch jemanden an Bord, der von SEO etwas versteht. Wenn die Verlinkung unkontrolliert zustande kommt, dann kann der Schuss auch nach hinten losgehen (Stichwort: Google-Filter, unkontrollierter Linkaufbau etc…). Aber der finanzielle Aufwand für die Beratung dürfte es wert sein, wenn nacher die Zugriffe bzw. die Googlepositionen im Steigen sind und so auch die Anfragen und Buchungen.





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