17.10.2007 - 9:59       Geschrieben von Wolfgang

Nutzt Südtirol Webanalytic-Tools wirklich?


Jeder der sich zu einem bestimmten Mindestmaß mit dem Medium Internet befasst, vielleicht sogar sein Unternehmen/Hotel zum Teil über dieses Medium bewirbt und vermarktet, weiss was Webanalytic-Tools sind und “nutzt” diese in den meisten Fällen auch! Aber werden Webanalytics in Südtirol wirklich genutzt?Die Antwort ist JA und gleichzeitig auch wieder NEIN. Die Codes von Analytic-Tools wie Google-Analytics, Check-Effekt, E-Tracker um nur einige zu nennen, werden zwar in die eigene Website eingearbeitet, jedoch wird das Potential dieser wertvollen Marketinginstrumente in den wenigsten Fällen wirklich ausgeschöpft. Aus Erfahrung weiss ich, dass Verantwortliche in Südtirol ihre Statistiken selten, ja manche fast gar nie, aus neutralem Gesichtspunkt betrachten und die gewonnenen Daten einmal durchdenken bzw. bei Erkennen von Problemen auch nach kreativen Lösungen suchen. Die Statistik wird geöffnet und wenn die Besucherzahlen schlecht aussehen, dann wird als Allheilmittel Werbung geschaltet. Wo? Da wo man immer schaltet, einfach, schnell und unkompliziert. Sicher ist das auch eine Lösung! Aber um zu wissen ob ich beispielsweise als Hotel in Südtirol Werbung schalten muss, brauch ich keine Webanalytics. Da reicht meine Buchungssoftware ASA aus um die Bettenauslastung durchzugehen.
Auch muss hier erwähnt werden, dass ein Klick ja fürs erste gar nichts bringt, wenn daraus keine Buchung wird! Beinahe jedes Analytic-Tool kann mir zeigen, welche Seiten vom Besucher durchgesehen wurden, wo er ein, wo er ausgestiegen ist, von wo der Besucher kam, welcher eine Buchungsanfrage gestellt hat, etc. Und dies sind noch die simpelsten Funktionen, welche nichtsdestotrotz hocheffiziente Daten für die Optimierung meiner Onlinekampagnen liefern können. Man muss die Daten einfach nur analysieren, vorhandene Probleme aufdecken, und zur Problemlösung am richtigen Ende anpacken. Durch die hier investierte Zeit spart man sich in der Regel bares Geld bei den Werbeschaltungen. Nutzt man diese Daten nicht, kann man sich das Geld für das Webanalytic-Tool sparen und dieses gleich in Werbung investieren!





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  1. Stephan  17.10.2007 - 11:47

    Stimmt, allzuoft wird einfach nur die Steigung der Besucherzahlen als Messlatte des Erfolges genommen. Dabei wird der wirtschafltiche Aspekt voellig vernachlaessigt. Dies liegt aber auch an Agenturen die dem Kunden nicht darauf aufmerksam machen, denn dann wuerde auffallen das die Zahlen relativ sind.

    Ich investiere viel Zeit in genau Analysen der Werbekampagnen um in einem Abschlussgespraech alle Negativen und Positiven Punkte der Kamapgne mit dem Kunden zu besprechen und ihm Tipps fuer die Zukunft zu geben. Dabei kommen Sachen zu Tage die sonst nie aufgefallen waeren und in Zukunft immer wieder auf gleiche Weise gemacht worden wären.



  2. Berghotel Zirm  17.10.2007 - 12:26

    guter Post!
    Auf alle Fälle sollte man ständig die Statistik im Auge behalten. Erstens um Tendenzen zu erkennen, und zweitens in Kriesensituationen die richtigen Knöpfe zu drücken. Einfach nur Google Adwords schalten ist nicht das Allheilmittel. Es bedarf an durchdachten Kampagnen

    Wir haben vor kurzen die Sommersaison ausgewertet, nicht nach Anfragen sondern nach tatsächlichen Buchungen. Also die Spanne der Internetportale beläuft sich für die Sommersaison 2007 von 0 Buchungen bis 20. Nun ist Zeit auszumisten. Wo wird gekürzt, wo wollen wir investieren…



  3. Benno  17.10.2007 - 14:43

    Ich gebe Berghotel Zirm recht.
    Auch wenn die Auswertung der Zahlen eine Frage der Zeit und des Wissens ist.
    Zeit die sich bei korrekter Auswertung der Zahlen sicherlich gewinnbringend investiert wurde und Wissen das für die zukünftige Marktentwicklung von Nutzen sein kann.

    Ich bin froh für Webanalytic-tools sie helfen mir meine Arbeit korrekter und effizienter zu machen.
    Früher war eine Website ein Imageobjekt heute durch Webanalytic-tools ein nicht zu unterschätzender Vermarktungskanal, der für Werbeschaltungen transparent ist, d.h. der Erfolg der Werbung ist zahlenmäßig messbar.

    Ich wünsche mir für Südtirol dass mehr Betriebe den oben angeführten Beispielen folgen.
    Ein Hotelier wird einen Koch auch rügen wenn der Wareneinsatz in einem gemessenem Zeitraum zu hoch ist. Der Hotelier kann aber diese Diskrepanz nur anhand von Kontrolle (Zeitaufwand) und Fachwissen (Hilfsmittel) festlegen.



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