14.02.2008 - 14:58       Geschrieben von Wolfgang

Mehr Anfragen durch kürzere Anfrageformulare


Die Kosten einer Konsersion, sprich in unserem Falle einer Anfrage/Buchung, hängen von der Proportion zwischen den Besucherzahlen meiner Hotelwebsite und den effektiv gestellten Anfragen/Buchungen ab. Ich gebe mitunter viel Geld aus um Besucher auf meine Seite zu bekommen. Stellen nun relativ wenige dieser Besucher auch wirklich eine Anfrage oder Buchen über meine Website, sind die Kosten/Konversion entsprechend hoch! Sieht man von der Qualität der Inhalte meiner Website einmal ab, sind es in häufig komplexe Anfrageformulare, welche Besucher davon abhalten, eine Anfrage über meine Seite zu stellen

Dieses Faktum hat John Miller, Online-Marketer und Unternehmer, vor kurzem anhand eines Tests bewiesen. Er verwendete drei Anfrageformulare unterschiedlicher Länge und maß die jeweilige Konversionsrate bzw. errechnete den durchschnittlichen Preis pro Konversion je Anfrageformular.

Forms

Das Ergebnis sollte nicht erstaunen:

  • Short Form: Konversionsrte 13.4%, Kosten pro Konversion $31.24
  • Medium Form: Konversionsrte 12.0%, Kosten pro Konversion $34.94
  • Long Form: Konversionsrte 10.0%, Kosten pro Konversion $41.90

Der Preis pro Konversion sank also trotz den realtiv geringen Unterschieds zwischen den Formularen im Schnitt um mehr als $10,67!
Erwähnt werden muss hier, dass im Test sämtliche Felder als Pflichtfelder definiert wurden. Auch lassen sich die Ergebnisse dieser Studie sicherlich nicht 1:1 auf Hotelwebseiten übertragen, da sich ein Kunde, der sich bereits näher mit einem Betrieb auseinandergesetzt hat, sicherlich nicht so leicht “einschüchtern” lässt als jemand, der über eine Anzeige kurzfristig zu irgendeinem Eintag überredet werden soll (wobei ich leider auch Hoteliers kenne, welche ihre Ad-Words-Anzeigen direkt auf Ihre Kontaktformulare schalten! Was das bringen soll weiß wohl niemand so genau!).
Tatsache ist allerdings, dass eine Gast entsprechend der Studie sicherlich näher an einer spontanen Zimmeranfrage ist, wenn das Kontaktformular entsprechend unkompliziert und zeitsparend aufgebaut ist.

Übrigens: aus der Studie abgeleitet kann man behaupten, dass jedes Mehr an Information $1,85 kostet. Absolute Sünde in diesem Zusammenhang ist die Frage nach der Telefonnummer des Users. Kosten hierfür: $5,00.

Quelle: http://searchengineland.com/080206-073946.php





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  1. Hanspeda  14.02.2008 - 16:53

    Tolle Studie!

    Ich kenne Anfrageformulare in denen eben sogar die Telefonnummer als Pflichtfeld gilt.
    Oder ich im Anfrageformular bereits die Suite aussuchen muß.
    Oder ich einen Alternativtermin angeben muß
    usw. und so fort!

    Also haltet euer Anfrageformular so schlank als möglich. Wenn der Gast die Anfrage startet, und es bleiben immer noch fragen offen, kann man ihn auffordern seine Anfrage zu präzisieren. Er wird der Aufforderung sicherlich nachkommen.

    Meiner Meinung müssen folgende Punkte genügen:

    Name
    Anreise - Abreise
    Erwachsene & Kinder(alter)
    E-Mailadresse

    Weitere Informationen kann ich mir dann aus der Mailkorrespondenz holen.



  2. Daniel  14.02.2008 - 20:17

    Vielen Dank für diesen informativen Beitrag, wirklich eine interessante Bestätigung dessen, was man wohl vermuten musste - dass es allerdings so schlimm ausfällt, was die Kosten angeht, ist hoch interessant.

    An dieser Stelle noch der Hinweis auf sogenannte B2C-Beratungs-Chats. Der Kunde kann über einen nur zu Geschäftszeiten und bei Call-Center-Verfügbarkeit auch 24 Stunden geschalteten Link direkt einen b2c chat mit einem Kundenberater betreten und seine Anfrage stellen (er und Berater sind alleine in diesem Chat, SSL Secured). Was sagt ihr dazu? Erfolgreich als Produktberatung auf http://www.globetrotter.de (R, TM, C) realisiert (!ich glaube nur zu Geschäftszeiten). Das ganze wäre natürlich auch mit Skype möglich, dann gibt es aber möglicherweise ein Sicherheitsproblem bei Übermittlung sensibler Daten.

    MfG, Daniel Amersd.



  3. Wolfgang  15.02.2008 - 8:23

    Ich kenne diese Chats von verschiedenen Webhostern: find ich sehr gut wenn das auch klappt!
    Wenn ich allerdings daran denke, wie oft ich in einem Hotel (sogar in 4 Sterne Häusern!) anrufe und das Sekretariat ist nicht besetzt, denn denke ich, dass bei vielen Betrieben wohl davon abzuraten sein wird, denn: wenn ich diesen Service anbiete muss der Service auch 100% zuverlässig sein und die Person auf der anderen Seite muss auch ensprechend viel Zeit haben, mir all die offenen Fragen zu beantworten, die ich im Rahmen eines Chats sicherlich stellen würde (und beim Anfrageformular warschenlich nicht).



  4. Hanspeda  15.02.2008 - 9:01

    …ich weise auch auf die Skypebuttons hin auf den Hotelwebseiten.
    zu 99 % sind sie grau…



  5. Benno  15.02.2008 - 16:03

    Wie Wolfang geschrieben hat ist ein kurzes Anfragenformular das beste. Ich rate meinen Kunden auf max. 7 Felder (die magische 7):
    An
    Abreise
    Personen
    Email
    Telefonnummer
    Vorname
    Zuname

    das ist Idiotensicher, leicht zu merken und mit der Telefonnummer kann man dem Gast/Besucher auch mal anrufen falls er ein Fehler bei der angabe der Email gemacht hat bzw. Ich Ihm ein kurzfristiges Angebot machen kann.

    Persönlich rate ich Betriebe von Skype wie von Chats ab (wie Hanspeda und Wolfgang .. oder) da für unser kleines Land NIE eine Rezeption 100% besetzt ist. Da kommt schon besser das Telefon zum Zug.



  6. Daniel  19.02.2008 - 1:43

    Es besteht ja die Möglichkeit, den Chatlink nur einzublenden, wenn ein potentieller Chatpartner verfügbar / online ist, diese Technik wird bei Globetrotter auch verwendet, spart Frust auf Kundenseite und erhält dieses nette Feature für die die doch ab und an Zeit dafür finden. Und teuer ist es schon gar nicht… Skypebuttons gehen in die selbe Richtung aber aus eigener Erfahrung - so einen Chat nutzt man eher.
    MfG Daniel



  7. Die Hedwigs  19.02.2008 - 10:16

    Oh oh… wir benutzen auch ein relativ langes Formular (inkl. Telefonnummer sowie Wunsch-Appartement).

    Was wäre denn sinnvoller? Ein zweites, ganz schlankes, Formular mit E-Mail, Name, Wunschzeit - neben dem bisherigen?

    Oder sollten man nur besagte Felder als Pflichtfelder verlangen, und die anderen als Optionen hinstellen - und das deutlicher kommunizieren mit Sternchen oder ähnlichem?

    Nun, wir sind nicht unzufrieden mit der Nutzung des Formulars… aber natürlich könnte es auch noch besser sein ;-)



  8. Wolfgang  20.02.2008 - 12:43

    …das Ganze ist auch eine psychologische Frage: Hat man übertrieben gesagt 100 Felder, aber nur 3 sind Pflichtfelder (mit Sternchen gekennzeichnet), dann bleiben das immer noch 100 Felder!
    Wenn ich als User grad nicht viel Zeit oder Lust hab Formulare auszufüllen, dann werd ich allein durch den Umfang eines Formulars abgeschreckt und “lass es dann doch im Moment lieber sein”. Ist das Formular einfach nur kurz, dann signalisiert das schon durch die optische Kürze Zeitersparnis und Unverbindlichkeit! Mein Tip also: also das ich nicht unbedingt brauche: raus aus dem Formular!



  9. Die Hedwigs  28.02.2008 - 8:55

    Das stimmt zwar. Aber gerade die Auswahl eines Appartements macht die Anfrage für uns schon schneller (ist es noch frei?) - was im Endeffekt ja auch dem Anfragenden hilft, wenn nicht 2-3 mal hin und her gemailt werden muss, um dann festzustellen - schon besetzt.

    Am besten ist natürlich immer noch der Telefonkontakt. *lacht*

    Aber wie auch immer - wir werden unser Formular mal etwas “entrümpeln”



  10. Die Hedwigs  06.03.2008 - 10:00

    So, kurzer Zwischenbericht nach einer Woche (gut, ist noch nicht so aussagekräftig - aber eine Tendenz):

    Formular entrümpelt, die meisten Felder auf “optional” gesetzt. Ergebnis: 30% mehr Anfragen über dieses Formular. Zusätzlich haben wir eine Bestätigungsmail mit den übermittelten Daten veranlasst.D.h. der Interessierte bekommt die E-Mail, die wir auch erhalten mit dem Text, dass wir uns schnell melden und dass er gucken soll, ob alles richtig ist.
    Auch das wird positiv aufgenommen. 2 Anfragende haben erzählt, sie hätten durch diese E-Mail das Gefühl gehabt, dass sich schon jemand um sie kümmmert. Man wisse ja nie, ohne Bestätigung, ob nun das Formular abgeschickt wurde, oder auch nicht..

    Wie auch immer - vielen Dank noch einmal für den Denkanstoß!

    Beste Grüße



  11. Wolfgang  07.03.2008 - 7:54

    …schön dass die Sache Erfolg zeigt! Sicher… nach 1 Woche kann man wirklich nicht viel sagen, die Tendenz kann aber durchaus stimmen. Fände es super wenn wir uns vielleicht nach 1-2 Monaten nochmals lesen würden… mal sehen ob sich das Ganze auch für einen längeren Zeitraum bewahrheitet
    (klar feuen wir uns auch wenn sie sonst einfach mal vorbeischauen :)



  12. Die Hedwigs  08.03.2008 - 17:45

    Klar, tourismus.org ist nicht umsonst im Feedreader ;-)



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