Ein Kaminbild auf einer Hotelwebseite ist zweifelsohne romantisch und schafft Atmosphäre. Aber was wenn der Stiefel einer Dame im Minirock das dominierende Element im Bild wird und die Vorstellungskraft des (vorwiegend männlichen) Betrachters noch etwas mehr ankurbelt?

Das Ergebnis ist ein emotionsgeladendes Bild, das es aufgrund seiner Andersartigkeit schafft, die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zu zieht. Sie werden sagen, dass solche Bilder polarisieren und nur eine gewisse Zielgruppe ansprechen. Einerseits haben sie recht, andererseits muss man auch sagen, dass Marketing immer mehr zum Nischenmarketing wird und dass jedes Hotel seine Nische finden muss um erfolgreich zu sein. Übrigens: das Bild stammt von der Homepage des Hotel Muchele in Burgstall / Südtirol, das zweifelsohne zu den erfolgreichen Betrieben in Südtirol gehört (www.muchele.com). Und wenn Sie glauben, dass dieses Bild etwas gewagt ist, dann haben Sie das Titelbild der Weinkarte noch nicht gesehen.

Aber es müssen nicht immer erotische Reize sein, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auch klassische Urlaubsthemen wie „Wellness“ oder „Biken“ können attraktiv und überraschend in Szene gesetzt werden, wie die Bilder des Action- und Wellnessfotographen Ronny Kiaulehn beweisen (www.ronnykiaulehn.com).

Jeder Betrieb muss in diesem Sinne seinen Weg und seine Positionierung finden. Ausgangspunkt hierfür ist sicherlich einerseits die Zielgruppe des Hotels - als wichtigster „externer Faktor“ - und andererseits das eigene Hotelangebot. Bevor man dann zur Umsetzungsphase und dem Photoshooting schreitet, sollte man genau festlegen, welche Photos man nun im Detail benötigt, um die eigene Philosophie bestmöglich in Szene zu setzen. Nur so kann man dem eigenen Betrieb ein Profil verleihen, das ihn von der ohnehin schon zu großen Konkurrenz abhebt.




Kommentare: [11]