22.04.2008 - 8:31       Geschrieben von Hubert

Hotelkommunikation – ruhig mal etwas aggressiver


Ein Kaminbild auf einer Hotelwebseite ist zweifelsohne romantisch und schafft Atmosphäre. Aber was wenn der Stiefel einer Dame im Minirock das dominierende Element im Bild wird und die Vorstellungskraft des (vorwiegend männlichen) Betrachters noch etwas mehr ankurbelt?

muchele1.jpg

Das Ergebnis ist ein emotionsgeladendes Bild, das es aufgrund seiner Andersartigkeit schafft, die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zu zieht. Sie werden sagen, dass solche Bilder polarisieren und nur eine gewisse Zielgruppe ansprechen. Einerseits haben sie recht, andererseits muss man auch sagen, dass Marketing immer mehr zum Nischenmarketing wird und dass jedes Hotel seine Nische finden muss um erfolgreich zu sein. Übrigens: das Bild stammt von der Homepage des Hotel Muchele in Burgstall / Südtirol, das zweifelsohne zu den erfolgreichen Betrieben in Südtirol gehört (www.muchele.com). Und wenn Sie glauben, dass dieses Bild etwas gewagt ist, dann haben Sie das Titelbild der Weinkarte noch nicht gesehen.

muchele2.jpg
Aber es müssen nicht immer erotische Reize sein, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auch klassische Urlaubsthemen wie „Wellness“ oder „Biken“ können attraktiv und überraschend in Szene gesetzt werden, wie die Bilder des Action- und Wellnessfotographen Ronny Kiaulehn beweisen (www.ronnykiaulehn.com).

biken.jpg

Jeder Betrieb muss in diesem Sinne seinen Weg und seine Positionierung finden. Ausgangspunkt hierfür ist sicherlich einerseits die Zielgruppe des Hotels - als wichtigster „externer Faktor“ - und andererseits das eigene Hotelangebot. Bevor man dann zur Umsetzungsphase und dem Photoshooting schreitet, sollte man genau festlegen, welche Photos man nun im Detail benötigt, um die eigene Philosophie bestmöglich in Szene zu setzen. Nur so kann man dem eigenen Betrieb ein Profil verleihen, das ihn von der ohnehin schon zu großen Konkurrenz abhebt.





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  1. derFrankie  22.04.2008 - 11:38

    Abgesehen davon, dass ich die genannten Bilder nicht auf den Seiten gefunden habe - ich habe aber nicht lange gesucht, ist es sicherlich von Vorteil, wenn man für die Visuelle Identität auch den Fotostil miteinbezieht.

    In den 70er z.B. wurden Hotels ohne jegliche Gäste gezeigt. Das hat sich geändert, aber man muß auch sein Klientel nicht aus dem Auge verlieren. Generell spricht man davon, dass immer mehr die “Frau” entscheidet wohin es geht und was gekauft wird. Da kann schnell aus einer Ästhetischen Fotokomposition ein Aus für ein Hotel entstehen.



  2. Manuel  22.04.2008 - 11:43

    Hmmm, schönes Bild - aber wirklich provokant ;-)
    Ich für meinen Teil gebe euch recht, wenn ihr sagt, dass man sich seine Positionierungs-Nische suchen muss. Und natürlich muss es nicht immer sexuell aufgeladen sein.

    Was ich aber relativ schwierig finde, sind Aufnahmen von Zimmern, in die man Leute reinsteckt. Da ist mir dann schnell zu “eng”. Soll heißen, wenn ich mich mit dem Szenario nicht anfreunden kann (Senioren beim Schachspielen auf dem Balkon, z.B.), dann übertrage ich das unbewußt auf die Location und treffe vielleicht eine ablehnende Entscheidung. Darum lieber ohne Personen ;-)

    Grüße aus Badenweiler!



  3. Hubert  22.04.2008 - 11:53

    @ Manuel: aber andererseits bringt es dem Hotel auch nicht viel, wenn ich z.B. meine schachspielenden Senioren verstecke und dann eine Familie mit 4 Kindern anreist …. da habe ich dann zwei kollidierende Zielgruppen und am Ende sind alle unglücklich. Aber sicherlich muss man hier den richtigen Mittelweg finden, um nicht am Ende einen zu kleinen Zielmarkt anzusprechen ….



  4. Manuel  22.04.2008 - 15:47

    Absolut richtig. Ich sag ja auch nichts dagegen, wenn man Bilder mit Personen einsetzt, um die Klientel schon etwas einzugrenzen. Aber genau diese Geschichte mit den “Personen auf den Zimmern” habe ich am Wochenende mit ein paar Leuten durchgekaut und wir kamen zu dem Schluß, lieber nur die Zimmer zu zeigen, damit eben noch Raum für die eigene Vorstellung (gefällt es mir?) zu haben. Wir kamen auf den Vergleich: Wohnung besichtigen. Wer eine möblierte Wohnung besichtigt, wird wenn sie seinen Geschmack von der Einrichtung her nicht passt, eher geneigt sein, sie nicht zu nehmen, als derjenige, der eine komplett leere Wohnung anschaut.

    Ich hoffe, die Antwort war jetzt nicht zu verwirrend :-)



  5. Martin B.  23.04.2008 - 15:03

    Also das Bild ist gar nichts gegen den Inhalt auf der 1. Seite im Gästebuch; das schon ist wahrlich explosiv. Ich habe mir gerade ein paar Viren eingefangen. Ich hätte einfach nur das Bild anschauen sollen. Und schon wieder habe ich dazu gelernt.



  6. Hanspeda  23.04.2008 - 15:09

    Naja Viren dürftest du dir keine eingefangen haben. Hier hat ein Spambot das Captcha geknackt um einige Links zu hinterlegen. Böse böse ;)



  7. Martin B.  23.04.2008 - 15:40

    Danke für die gute Nachricht, das Virenprogramm war mit mir nicht so gutmütig, obwohl ich mittlerweile mitbekommen habe, dass Du alles weisst.



  8. Hanspeda  23.04.2008 - 15:59

    naja scheint so…
    … also du kannst wieder ins Gästebuch. Der Betrieb hat die Spambeiträge gelöscht



  9. Michael Egger  29.04.2008 - 16:25

    Na pass besser auf, dass dich der Hotelier nicht abkassiert, weil du seine Fotos präsentierst. Das ist bei uns nördlich des Brenners schon fast zum Volkssport gerworden.



  10. Hubert  29.04.2008 - 16:46

    @Michael: danke für den Hinweis … aber zum Glück habe ich da Erfahrungswerte und habe es vorab mit dem Hotelier abgesprochen :)

    Ich habe erst vor 2 Wochen eine E-Mail aus Deutschland erhalten, weil jemand meinte, er hätte seine Frau auf einem Bild unseres Portals http://www.garda-see.com erkannt …



  11. Manuel  05.05.2008 - 13:08

    @ Hubert: Und, was wollte der Herr aus Germany - Geld oder Bild gelöscht?



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