19.06.2008 - 15:42       Geschrieben von Hanspeda

Geo Saison Extra 2008 - Südtirol


Nun melde ich mich auch wieder einmal. Ich weiß, war wenig los hier in letzter Zeit. Hubert steckt mitten in Hochzeitsvorbereitungen, und ich komme erst aus dem Urlaub. Ich verspreche Besserung!

Aber nun zum Thema. Vor einiger Zeit wurde das Magazin Geo Saison Extra - Südtirol für Genießer veröffentlicht. Ein tolles Magazin mit spannenden Berichten über Südtirol, Insidertipps usw…

Die SMG hat die Sonderbeilage eingefädelt, und bot den Gastwirten in Südtirol die freien Werbeplätze an. Für 1000-2000 Euro konnte man schon eine halbwegs große Werbefläche kaufen.

Auch einige Betrieb, bei denen ich das Webmarketing bzw. Controlling übernehme, haben dabei mitgemacht. Für die GEO-Werbung habe ich spezielle Domains bzw. Landingpages, Email Adressen usw. angelegt um die Resonance zu messen.(wie bereits einmal erwähnt)

Heute bin ich bei der Auswertung.Die Zahlen sind etwas ernüchternd. Keine dreistellige Zugriffszahlen konnte über die Werbung generiert werden (ich meine Klicks, nicht Anfragen). Ob jetzt einige direkt in den Betrieben angerufen haben ist schwierig zu sagen. Gut möglich! Am Ende der Saison werte ich die Herkunft der Gäste aus. Mal sehen ob da das Geo-Special dabei ist.

Nun gut für 1000-2000 Euro ist nicht alles verloren, aber ich habe mir wesentlich mehr erhofft. Momentan laufen einige Online-Werbungen, die um den selben Preis bereits viele Anfragen und auch schon Buchungen generiert haben.

Ich fühle mich wieder einmal bestätig, wenn ich mehr auf Onlinewerbung setze als auf Print.

Besonders die Auswertung ist viel einfacher. Mit ein paar Klicks kenne ich sofort den ROI, und kann dann entscheiden ob ich gewillt bin das Werbebudgeht zu behalten oder zu kürzen. Ich kann sogar die Barkonsumationen der Gäste einem Portal zuorodnen (na gut das geht jetzt etwas zu weit)…





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  1. derFrankie  20.06.2008 - 14:49

    Also so einfach kann man das nicht stehen lassen. Es immer noch so, dass gedruckte Werbemittel einen höheren Stellenwert haben in puncto “Glaubwürdigkeit” und Reichweite über eine breite Bevölkerungsschicht.

    Es ist natürlich auch war, dass das Internet immer größere Bedeutung zur Informationsbeschaffung bekommt, aber die Reichweite der klassischen Medien sind noch nicht erreicht.

    Das Bridging über verschiedene Medien (z.B. Print -> Internet) ist wiederum eine Schwelle die erst genommen werden muss. Ich weiß aus eigener Erfahrung dass Print-Leser eher anrufen, als sich an den Computer zu setzen. Um diesen Übergang zu erleichtern sind ja auch die QR-Codes auf dem Vormarsch.

    Ein gutes Beispiel hierführ sind die QR-Codes bei der Gazetta dello sport. http://www.gazzetta.it/gazza-and-play/



  2. Fried  24.06.2008 - 10:18

    Es ist richtig, dass die SMG das Ganze eingefädelt hat und meines Wissens hat sie auch einen beträchtlichen finanziellen Beitrag beigesteuert, damit dieser Special-Interest-Titel erscheinen konnte. Man mag geteilter Auffassung sein, ob nun diese finanzielle “Beeinflussung” einen objektiven Journalismus möglich macht. Ich weiß, dass so etwas bei den monothematischen Reisemagazinen, welche der ADAC-Verlag herausbringt, nicht möglich ist. Was den Erfolg, also den Rücklauf bei den einzelnen Inserenten betriffft, so gilt es auf alle Fälle, noch etwas abzuwarten. So einfach ist es nicht mehr, dass ein Inserat alle Auslastungsprobleme auf einmal löst. Die Frage ob nun Print oder Online zu bevorzugen ist, kann vor dem Hintergrund des insgesamt etwas flauen Anfragevolumens der vergangenen Monate nicht bewertet werden. Die Gründe dafür mögen im schlechten Wetter im Juni, in den fehlenden Ferien im Monat Juni und der Fussball-EM zu suchen sein. Denken wir nicht zuletzt an die exorbitant gestiegenen Spritpreise. Flugreiseangebote sind nicht selten günstiger, als die Kosten für den Sprit, um mit dem eigenen Wagen nach Südtirol zu kommen.



  3. Cala Torta  12.07.2008 - 22:38

    Ich weiß nicht, ob man das vergleichen kann. Onlinewerbung wird vermutlich primär Onlinebuchungen bzw. -anfragen generieren. Wer sich das Heft kauft, gehört wahrscheinlich eher einer weniger internetaffinen Zielgruppe an und nutzt daher andere Wege der Kontaktaufnahme bzw. der Buchung.



  4. Fried  17.07.2008 - 10:43

    Den Begriff “Internetaffine Zielgruppe” kannte man bis vor wenigen Jahren überhaupt noch nicht, oder zumindest gebrauchte man ihn eher selten. Jetzt gewinnt er ja fast täglich an Bedeutung. Ja mir kommt schon vor, dass das Medium Internet fast täglich neuer Bewertungen über dessen Güte bedarf. Und wenn mich der Eindruck nicht täuscht, so nehmen die positiven Meldungen, beispielsweise über die steigenden Anschlüsse in den Haushalten usw., rapide zu. Vor diesem Hintergrund möchte ich die sich hier treffende, fachlich renommierte Blog-Gemeinde um eine grundsätzliche Einschätzung zum Thema “Internet und klassische Medien für die Tourismuswerbung” einladen. Mit den klassischen Medien meine ich die Bleiwüsten in den Zeitungen und Zeitschriften, mit welchen wir bisher die Hotels beworben haben. Nun sind diese herkömmlichen Anzeigen immer noch in den einschlägigen Zeitungen zu finden, wenn auch ein starker Rückwärtstrend festzustellen ist. Aber offensichtlich versuchen es doch immer noch welche mit der Zeitung. Manche Hoteliere vertreten die Meinung, dass in den Suchmaschinen das blanke Chaos herrscht, vorallem dann, wenn sie sich selber nicht so schnell darin finden.
    Andere wiederum machen ganz bewußt keine Zeitungswerbung mehr und sind mittlewreile entsprechend gut gerankt.
    Meine kontrete Frage: Wie wird sich das alles entwicklen und wie sieht es in zwei Jahren aus? Bin sehr gespannt auf euere fachliche Einschätzung und danke euch!



  5. Hanspeda  17.07.2008 - 11:27

    also ich kenne Hotels wo die Internetbuchung zwischen 40-70% ausmachen… Ich glaube das sagt alles.
    den Rest bitte mit Stammgästen füllen :)



  6. Wolfsgruber  20.07.2008 - 21:49

    Die SMG hat die Werbung im Magazin Geo Saison Extra organisiert wir haben mit Parkhotel Schönblick mitgemacht leider bis jetzt keinen Erfolg erzielt.



  7. Ingo  28.07.2008 - 14:33

    Nach meiner Auffassung kann man sich Werbung in Printmedien zusehends schenken. Ich fliege (leider!) ziemlich viel durch die Gegend und bin immer wieder erstaunt, in welchen Massen kostenlose Zeitschriften an Bord angeboten werden. Es sind immer die gleichen Titel. Man kann wohl davon ausgehen, dass die Verlage die Airlines regelrecht anflehen oder sogar noch etwas dafür bezahlen, damit die Zeitschriften verteilt werden. So macht man zwar Auflage, die man den Werbekunden verkaufen kann. Man erreicht so aber keine werthaltige Zielgruppe. Jemand, der am Kiosk Geld für die Zeitschrift bezahlt, wird wohl ein größeres Interesse an ihr haben als jemand, der sie im Flugzeug aufgedrängt bekommt.
    Geld, das man in Anzeigen steckt, verpufft auch ziemlich schnell, weil die Zeitschrift oder Zeitung im nächsten Monat schon keiner mehr liest. Wer stattdessen einen guten Webauftritt entwickelt, kann diesen ohne größere Änderungen über Jahre beibehalten. Für schwächere Keywords wie einzelne Ortsnamen bedarf es keiner größeren Anstrengungen, um damit gut zu ranken (sofern es keine Großstadt ist). Wer natürlich bei “Südtirol” unter den ersten zehn Treffern sein will, muss etwas mehr Zeit (oder auch Geld) investieren.



  8. Fried  29.07.2008 - 10:32

    Nun ist auch das “Merian-Südtirol” neu erschienen! Unser kleines Land wird darin wiederum von der schönsten Seite gezeigt! Und es sind auch ansehnlich viele Anzeigen von renommierten Südtiroler Hotels darin enthalten.
    Bin gespannt, ob jemand von der fleissigen Blog-Gemeinde eine nähere Untersuchung des Heftes vornimmt und diese hier veröffentlicht?



  9. Thorsten  02.08.2008 - 10:19

    Ich mache Marketing für einige Kunden in Spanien und stelle mir die Ausgangslage vor, wenn ich das Gleiche für Südtirol machen müsste. Ich kenne zwar die Zahlen für einzelne Ziele Spaniens, nicht jedoch die für Südtirol. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die Gäste aus Mitteleuropa in Spanien im Winter älter sind als die in Südtirol. Im Sommer dürfte es genau umgekehrt sein. Wenn ich Euch richtig verstehe, ging es in der hier diskutierten Kampagne um Sommergäste (ich habe das Heft allerdings nicht gelesen). Um eine ältere Zielgruppe zu erreichen, halte ich den Ansatz, dies über Printmedien zu tun, nicht für falsch. Ich befürchte aber wie mein “Vorschreiber”, dass die Streuverluste relativ hoch sind und ein zu großer Teil der Auflage dem Leser mehr oder weniger zufällig zugeht.
    Auch in der älteren Zielgruppe wird die Bedeutung des Internets aber zunehmen. Dies alleine schon deswegen, weil die heutige jüngere Generation die ältere von morgen ist. Im Hinblick auf eine langfristige Strategie würde ich mich daher eher auf die Onlinepräsenz fokussieren. Dies löst aber Eure Belegungsprobleme kurzfristig nicht. Wer schon eine Webseite hat, kann neben Printwerbung z.B. aber auch Google Adwords ins Auge fassen.
    Grundsätzlich denke ich, dass Ihr auch ein “Standort”-Problem habt. Ziele in Spanien oder der Türkei kann man mit dem Flugzeug schnell und nach wie vor relativ kostengünstig erreichen. Was in die Türkei der Flug teurer ist, kompensieren dort die niedrigen Löhne. Ich bin 38 Jahre alt, kein Skifahrer und würde daher nur im Sommer Urlaub in Südtirol machen. Obwohl ich in Süddeutschland wohne, schrecken mich die trotzdem lange Anfahrt sowie die Kosten dafür ab. Hierzu gehören nicht nur die hohen Spritpreise, sondern auch das Pickerl für Österreich, ggf. die Brennerautobahn und die Autobahngebühren in Italien. In Relation zu den Ausgaben für Kraftstoff sind die Autobahngebühren zwar niedrig, ich verbinde mit ihnen aber von vornherein ein negatives Image. Besser kalkulierbar sind für den Gast Pauschalreisen, die aber mit einer langen Bus- oder Bahnanreise verbunden sind. Das alles wird mich wohl auch weiterhin von einem Urlaub in Südtirol abhalten.



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