Heute möchte ich einmal mehr Licht in Google Adwords bringen. Es ist nicht alles Gold was glänzt! Ich habe mich oft mit Hoteliers unterhalten die ihr komplettes Budget in Google Adwords investieren, und von dem System begeistert sind.
Adwords bringen laut ihnen mehr Klicks als Werbebanner auf themenrelevanten Seiten. Auf meine Einwände und Fragen wie es mit den Conversion Rates aussieht haben viele keine Antworten. “Egal ich bekommen 200 Klicks pro Tag über Google!” So lautet ihre Antwort.
Wie schlecht (besonders in Südtirol) einige Agenturen bzw. Hoteliers schalten zeige ich euch bei folgenden zwei Beispielen:
Ganz toll folgendes Beispiel. Heute ist der 9 Dezember und auf Platz 1 befindet sich folgende eingerahmte Anzeige!
(Ich habe den Screenshot etwas bearbeitet, damit er hier rein passt. Wer mir es aber nicht glaubt, ich habe das Original noch hier). Für alle deutschen Tourismus.org Leser. Hier wird ein Herbstangebot beworben – im Dezember

Schlechter kann man eine Kampagne nicht machen! Ich will auch nicht wissen wie viel der Hotelier pro Tag an Adwordskosten hat und hoffe zugleich, daß er keine Agentur angestellt hat.
Und hier ein weiteres Beispiel von unzählig vielen. Die Contentanzigen sind immer der Renner. Hier ein paar von meinem Privaten-Blog.

Liebe Hoteliers ich kann euch garantieren, daß keiner meiner Besucher jemals bei euch buchen wird. Ich habe nur Stammleser aus Südtirol. Und viele klicken da aus Spaß darauf. Also schon wieder einige Cent verbrannt. Ich bin natürlich froh darüber. Finanzier mir so mein Feierabend-Bierchen
Oder was passiert wenn ich meinen Emailkontakten einen Link sende und frage ob sie nicht so nett wären auf diese Anzeige zu klicken. Das Budget ist in einer halben Stunde aufgebraucht…
Google Adwords mag kinderleicht aussehen, aber es steckt wirklich viel Arbeit dahinter. Eine Kampagne am Anfang des Jahres zu aktivieren reicht bei weitem nicht aus. Tägliches Controlling ist erforderlich, um conversionschwache Keywords auszusortieren bzw. neue zu testen.
Ich weiß nicht ob es bekannt ist, wenn ein Adwordszugang schlechte Anzeigen schaltet dann ist man sozusagen gebranntmarkt. Es werden dann alle weiteren Anzeigen sofort schlechter eingestuft und die Anzeigen werden umso teurer.
Und hier kommt der Vorteil von der Portalwerbung in’s Spiel. Man hat eine Ansprechperson, bei Misserfolg wird man versuchen den Kunden trotzdem zufriedenzustellen, und mit dem Preis lässt sich ab und zu auch was machen. Dazu wird nicht pro Click abgerechnet. Clickbetrug ist damit ausgeschlossen…
Und merkt euch eins liebe Gastwirte. Es hängt nicht immer von der Werbung ab ob die Kampagne Erfolg hat. Hinterfragt eure Webseite, Angebotsgestaltung und vieles mehr. Meistens liegt hier der Fehler begraben, auch wenn man es nicht gerne hört…
Mehr zu diesem Thema findet ihr auch bei Tourismus-Zufunft.de



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