09.12.2008 - 14:33       Geschrieben von Hanspeda

“Erfolgsmythos” Google Adwords


Heute möchte ich einmal mehr Licht in Google Adwords bringen. Es ist nicht alles Gold was glänzt! Ich habe mich oft mit Hoteliers unterhalten die ihr komplettes Budget in Google Adwords investieren, und von dem System begeistert sind.

Adwords bringen laut ihnen mehr Klicks als Werbebanner auf themenrelevanten Seiten. Auf meine Einwände und Fragen wie es mit den Conversion Rates aussieht haben viele keine Antworten. “Egal ich bekommen 200 Klicks pro Tag über Google!” So lautet ihre Antwort.

Wie schlecht (besonders in Südtirol)  einige Agenturen bzw. Hoteliers schalten zeige ich euch bei folgenden zwei Beispielen:

Ganz toll folgendes Beispiel. Heute ist der 9 Dezember und auf Platz 1 befindet sich folgende eingerahmte Anzeige!

(Ich habe den Screenshot etwas bearbeitet, damit er hier rein passt. Wer mir es aber nicht glaubt, ich habe das Original noch hier). Für alle deutschen Tourismus.org Leser. Hier wird ein Herbstangebot beworben – im Dezember

Schlechter kann man eine Kampagne nicht machen! Ich will auch nicht wissen wie viel der Hotelier pro Tag an Adwordskosten hat und hoffe zugleich, daß er keine Agentur angestellt hat.

Und hier ein weiteres Beispiel von unzählig vielen. Die Contentanzigen sind immer der Renner. Hier ein paar von meinem Privaten-Blog.

Liebe Hoteliers ich kann euch garantieren, daß keiner meiner Besucher jemals bei euch buchen wird. Ich habe nur Stammleser aus Südtirol. Und viele klicken da aus Spaß darauf. Also schon wieder einige Cent verbrannt. Ich bin natürlich froh darüber. Finanzier mir so mein Feierabend-Bierchen ;)

Oder was passiert wenn ich meinen Emailkontakten einen Link sende und frage ob sie nicht so nett wären auf diese Anzeige zu klicken. Das Budget ist in einer halben Stunde aufgebraucht…

Google Adwords mag kinderleicht aussehen, aber es steckt wirklich viel Arbeit dahinter. Eine Kampagne am Anfang des Jahres zu aktivieren reicht bei weitem nicht aus. Tägliches Controlling ist erforderlich, um conversionschwache Keywords auszusortieren bzw. neue zu testen.

Ich weiß nicht ob es bekannt ist, wenn ein Adwordszugang schlechte Anzeigen schaltet dann ist man sozusagen gebranntmarkt. Es werden dann alle weiteren Anzeigen sofort schlechter eingestuft und die Anzeigen werden umso teurer.

Und hier kommt der Vorteil von der Portalwerbung in’s Spiel. Man hat eine Ansprechperson, bei Misserfolg wird man versuchen den Kunden trotzdem zufriedenzustellen, und mit dem Preis lässt sich ab und zu auch was machen. Dazu wird nicht pro Click abgerechnet. Clickbetrug ist damit ausgeschlossen…

Und merkt euch eins liebe Gastwirte. Es hängt nicht immer von der Werbung ab ob die Kampagne Erfolg hat. Hinterfragt eure Webseite, Angebotsgestaltung und vieles mehr. Meistens liegt hier der Fehler begraben, auch wenn man es nicht gerne hört…

Mehr zu diesem Thema findet ihr auch bei Tourismus-Zufunft.de





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  1. Daniel  09.12.2008 - 16:03

    Mehr zu diesem Thema findet ihr auch bei Tourismus-Zufunft.de hua… wir heißen Tourismuszukunft.de ;)



  2. lukas  09.12.2008 - 17:09

    Hallo Hanspeda,

    finde diesen Artikel super formuliert und hoffe dass ihn so viele Hoteliers wie möglich lesen.
    Ich bin kein Neuling bei Google AdWords habe mir aber trotzdem das Buch “Google AdWords von Alexander Beck” zugelegt und war erstaunt wieviel ich eigentlich noch verbessern konnte.
    Deswegen kann ich dir nur zustimmen sich entweder an einen Experten wenden, der die AdWords-Schaltungen betreut (dann kommen die auch nicht auf deinem Portal ;-) ) oder die Portale selbst aussuchen und freundlich anfragen ob man Werbung schalten darf…



  3. Hanspeda  09.12.2008 - 18:22

    uuupsss Daniel. Ich lasse es aber am besten so stehen, denn sonst passt dein Comment nicht mehr :)

    @lukas. ja man könnte sich 8 Stunden mit Adwords beschäftigen… Etwas öder Geschichte aber…



  4. Roland  10.12.2008 - 12:31

    ich habe mich auch schon öfters gewundert, wie viel eigentlich auf Seite mit überwiegend Südtiroler Publikum Südtiroler Hotelwerbung zu sehen ist… da gäbe es in der Tat noch einiges Potential.



  5. Hanspeda  10.12.2008 - 14:04

    Hoffentlich fangen die Betriebe an ihren Erfolg zum messen bevor der Insolvenzverwalter vor der Tür steht…



  6. Kurt  12.12.2008 - 0:38

    Ja, das mit den Google Adwords ist so eine Sache. Hoteliers (ich bin auch einer von denen) rechnen eben nur in Klicks. Was dabei raus kommt können sie nicht nachvollziehen. Statistik was ist das??
    Teilweise werden die Seiten von den Agenturen so frisiert dass sie bei bestimmten Keywords auf der ersten Seite landen. Der Surfer ist aber verärgert weil er genau das Angebot nicht findet.
    Portale haben aber auch einen Hacken. Wie soll ich mich denn bei hunderten Hotels bemerkbar machen?
    Klarl, auf der Startseite Werbung schalten. Das bringt’s sicher, kostet aber meist einen haufen Zaster und können sich nur 4 Sterne Hotels leisten.
    Was du noch vergessen hast, ist die Landing Page. Ein super Angebot bewerben und dann auf die Startseite verlinken ist halt auch nicht der Bringer.



  7. Hanspeda  12.12.2008 - 10:24

    @Kurt. Ja da hast du schon Recht. Bei den Portalen muß man eben auf dei Erfahrung des Beraters vertrauen. Wieviel man vertrauen kann muß jeder selber wissen, denn schwarze Schafe kenne ich zu genüge…

    Ich will auch nochmal unterstreichen, daß Adwords schon funktioniert. Ich benutze es selber, aber mit großen Aufwand…

    Eine Anfrage kostet dann gut und gerne zwischen 5-10 Euro. Betonung auf Anfrage…



  8. Unterschied Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing | SEO in Suedtirol  05.03.2009 - 20:33

    [...] interessanten Artikel zu Google AdWords mit Bezug zu Südtirol findet man übrigens hier [...]



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