13.11.2007 - 11:31       Geschrieben von Wolfgang

2008 werden 60% aller Buchungen online abgewickelt!


Nach Expertenschätzungen sollen schon im Jahr 2008 satte 60% aller touristisch relavanten Buchungen über das Internet abgewickelt werden! Wohl gemerkt: wir sprechen hier von effektiven Buchungen, nicht nur von Buchungsanfragen! Im Rahmen einer Untersuchung von Milestone wurden die “Onlinebucher” in 4 Gruppen eingeteilt, wobei jede dieser Gruppen ganz bestimmte Online-Tools für die Buchung nutzt. Diese 4 Gruppen sollten hier nun kurz vorgestellt werden:

Markenloyalisten: Diese Gruppe von Onlinebuchern besucht nur ausgewählte Hotelketten mit starkem Namen wie bspw. Relais Chateaux oder hier in Südtirol Gruppen wie die Selected Hotels Südtirol oder die Vitalpinahotels. Dabei suchen Markenloyalisten meist ohne große Umwege die Website der Hotelgruppe auf (www.hotelgruppe.com) oder suchen diese direkt über die Suchmaschinen. Als Hotelier sollte man als Mitgleid einer solchen Gruppe sorgfältig darauf achten, dass die Präsentation auf dem Portal der Hotelkette bzw. der Vermarktungsgruppe immer top ist, sprich schöne Bilder, guter Text!

Rabattsucher: Es gibt immer Menschen, welche auf der Suche nach den besten Schnäppchen sind, und es gibt auf der anderen Seite auch bei uns in Südtirol nicht selten Zimmer, die einfach noch leer stehen. Der Rabattsucher verbringt meist viel Zeit auf Seiten wie bspw. expedia.de oder urlaub.de. Empfehlung hier an den Hotelier: sorgfältige Auswahl der Portale auf welchen man gelistet wird. Mitunter werden z. T. sehr unterschiedliche Provisionen pro Buchung fällig und diese gilt es möglichst niedrig zu halten.

Mailantworter: Diese Gruppe ist zwar mit etwa 3% sehr klein, trotzdem aber sollte sie nicht unterschätzt werden. Ein sympathisches Mailing an die Gäste in welchem ein aktuelles Angebot schmackhaft gemacht wird, kann sehr effizient sein! Hier gilt es die ABC-Strategie (Always Be Collecting) zu verfolgen! Sammeln Sie Mailadressen nicht nur über Ihr Buchungsformular, sondern fragen Sie auch “Noch-Nicht-Onlinebucher” auf eine nette Art um die Adresse. Je mehr Menschen ein Mailing erreicht, umso größer sind die Erfolgschancen!

Attraktionssucher: Diese größte Gruppe der insgesamt vier wählt das Hotel meist anhand der Nähe zu einer bestimmten Attraktion aus. Der Gast weiß z.B. er will auf den Kronplatz zum Skifahren und sucht sich dann in einem zweiten Schritt ein nahegelegenes Hotel. Die Suchenden verwenden zur Suche meist eine Suchmaschine und Suchen nicht nur ein Hotel in Verbindung mit der Ortschaft, sondern häufig auch das Hotel in Verbindung mit der Attraktion an sich. Beispiel: der Gast sucht nicht nach “Hotel in Reischach” sondern nach “Hotel am Kronplatz“.
Empfehlung hier: Die eigene Website sollte zahlreiche Informationen auch zu den wichtigsten Attraktionen in der Umgebung des Hotels bieten. Diese Seiten sollten dann für die Suchmaschinen entsprechend vorbereitet werden, damit auch jene Gäste, welche das “Hotel zur Attraktion” suchen schnell und gezielt auf Ihre Seite gelangen!





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  1. endalive  13.11.2007 - 16:31

    …und diese Entwicklung wird von andern Seiten bestätigt:
    http://www.hotelmarketing.com/index.php/article/071008_expdias_european_bookings_grow_47/



  2. Herbert  14.11.2007 - 18:18

    Mittel- bis Langfristig wird wohl noch eine fünfte Gruppe dazukommen: die bisherige Mundpropaganda (nach wie vor die beste Werbung überhaupt) in der Offlinewelt dürfte sich in Form von Social Communities (Facebook & Co) in die Onlinewelt verlangern.

    Der zukünftige Gast 2.0 ;-) präsentiert seinem Freundeskreis ganz nebenbei Fotos, Texte und Adressen aus seinen Reisen. Wer es schafft, als Hotel oder Ferienregion hier präsent zu sein, der kann sich auf eine äusserst kostengünstige aber effiziente Werbung freuen.



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