Die Südtiroler Dolomiten sind fest in italienischer Hand. In einer Astat-Analyse hat man sich der Zweitwohnungen für touristische Zwecke angenommen und hat aus der Untersuchung einige ganz interessante Ergebnisse ziehen können.
So ist zum Beispiel die Anzahl der Zweitwohnungen in Corvara und Welschnofen höher als die Anzahl der ständig bewohnten Wohnungen, Hafling und Abtei haben ebenfalls einen hohen Anteil an Zweitwohnungen.
Besonders interessant fand ich persönlich die Herkunft der Besitzer und ihre geografischen Vorlieben. Die meisten italienischen Zweitwohnungsbesitzer (ohne Südtirol) finden sich im Dolomitenraum mit Alta Badia, Gröden, Sexten, Rosengarten-Latemar und in der Gegend um den Kronplatz. Im Meraner Raum sind eindeutig die Deutschen vorne was den Besitz von Zweitwohnungen betrifft.

Lassen sich daraus Rückschlüsse auf die Zielgruppen für die touristische Bewerbung einer Region ziehen?
Erfahrungsgemäß gefällt dem deutschen Urlauber der mediterrane Meraner Raum mit Wein, Kastanien und Äpfeln. Der Italiener hingegen zieht die “montagna” vor, wo er einfach besser der sommerlichen Stadthitze entfliehen kann.
Generell wird in Südtirol jede Region in deutsch und italienisch gleich beworben. Die Übersetzungen sind rein nach Sprachgebrauch anders. Mir ist bisher noch nie untergekommen, dass die italienische Zielgruppe anders angesprochen worden wäre als die deutsche, immer in Hinblick auf ihr unterschiedliches Urlaubsinteresse und ihre unterschiedliche Destinationspräferenzen.
Vielleicht sollten Überlegungen in dieser Richtung angestellt werden, schließlich unterscheiden sich deutsche und italienische Urlauber nicht nur in ihrer Sprache, sondern auch in ihrem thematischen Urlaubsinteresse und in ihrer Vorliebe für gewisse Regionen in Südtirol



Kommentare: [1]