Man muss kein Meteorologe sein um zu bemerken, wie sich die schneesichere Grenze von Jahr zu Jahr nach oben verschiebt. Die Tendenz ist klar: In den Alpen wird die Schneefallgrenze auf 1600 bis 1800 Meter steigen. “Im Moment haben 609 der 666 alpinen Skigebiete in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Italien gute Schneeverhältnisse”, rechnet Edgar Kreikamp von der Universität Lüneburg dem Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages vor. „Dies würde bei einem Temperaturanstieg um ein Grad auf 500 Gebiete, bei zwei Grad auf 404 und bei vier Grad auf 202 Skigebiete zutreffen”, berichtet er weiter (Quelle). Auch die Kapriolen des Wetters in Südtirol bereiten schon heute vielen Skigebieten erhebliches Kopfzerbrechen. Erstaunlich wenig wurde bisher über konkrete Gegenmaßnahmen oder die Neuausrichtung des Winterangebotes nachgedacht - fast so als wolle man diesen Trend nicht richtig wahrhaben.
Schweizer Skigebiete experimentieren mit chemischen Zusatzstoffen für Schneekanonen, um eine Beschneiung auch bei höheren Temperaturen sicherzustellen. Ob diese Massnahmen ausreichen werden, um auch in 15 Jahren die Attraktivität des Wintertourismus in den Alpen zu wahren, ist zu bezweifeln.



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