Es herrscht zurzeit eine recht nervöse Stimmung bei Gastwirten und Hotellieren. Man hat Angst vor der Krise, man fürchtet die Gäste bleiben im Sommer aus. Man sucht Schuldige und meint sie gefunden zu haben: Bei den Tourismusvereinen und bei der SMG. Ob man sie wirklich dort findet, wage ich zu bezweifeln.
Vielmehr sollte man sich fragen was man selber unternehmen kann, um aus der “Krise” zu kommen.
Dazu erzähl ich Euch eine Geschichte. Letztes Jahr hab ich hier einen Post zum Thema Freeride und Downhill Biken in Südtirol geschrieben. “Verschläft Südtirol Trends?” hat der Artikel geheißen. Auf den Post sind 27 Kommentare eingegangen. Super! Viele Ideen, viel Kritik am Land und viel Diskussionen, die schlussendlich ins Nichts verlaufen sind. Doch mit Schimpfen allein ist es nicht getan: will man was bewegen, muss man was tun!
Gesagt getan. Schon im November bin ich mit meinem Freund zum ersten Mal an den Direktor der Kronplatz Seilbahn AG herangetreten, um mit ihm über Bikeparks zu sprechen. Im Vorfeld haben wir einen Fragebogen an Bikeparks im Alpenraum verschickt und uns so ein Bild über Kosten bzw. Kostendeckung eingeholt. Dann haben wir eine nette Präsentation gebastelt, mit dem Direktor gesprochen und sind nach mehrmaligen Treffen heute so weit, dass wir am 13. September den ersten Downhill Day am Kronplatz veranstalten dürfen und zwar unter voller Unterstützung und im Vertrauen der Kronplatz Seilbahn AG und des Tourismusvereins.
Dass wir diesen Downhill Day veranstalten dürfen, ist auf unserem alleinigen Mist gewachsen und ist m.E. ein Schritt in die richtige Richtung. Das Ziel ist jedoch größer und liegt in ferner Zukunft: ein Bikepark. Doch um dieses Ziel zu erreichen und um den Kronplatz als Mountainbike-Region zu etablieren, reicht es nicht, sich zurückzulehnen, abzuwarten und zu raunen: “Titlà, amo schaugn wossas dorichtit…“, sondern man muss selbst mit anpacken, überzeugt sein und vielleicht auch investieren, um voranzukommen.
Tourismusvereine, Verbände, Hotels etc. dürfen gerade jetzt nicht gegeneinander arbeiten, sondern müssen gemeinsam bewegen und Chancen wahrnehmen. Sonst erwischt uns die Krise mehr als kalt. Und Schuld daran haben dann die Faulen, egal auf welcher “Seite” sie auch immer sind.



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