27.09.2009 - 21:07       Geschrieben von Hubert

Tourismusstatistik Südtirol: Super-August 2009


Das ASTAT (Südtiroler Statistikamt) berichtet von einem Plus von 6,8% im August 2009 im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres … wow. Da können sich die Hotels in Südtirol wirklich freuen. Da soll mir noch jemand von Krise reden …

Ich habe in den letzten Wochen sehr unterschiedliche Meinungen seitens der Hoteliers gehört. Ich würde mal sagen, dass sich ca 50% positiv und 50% negativ über die Nächtigungszahlen im August geäußert haben. Also müssen die Hälfte der Betriebe ja Zuwächse von über 10% zu verzeichnen haben, um die Rückgänge der anderen Hälfte – die von Rückgängen sprechen – wegzumachen. Und das im Monat August, wo ich dachte, dass die Betriebe eigentlich schon knapp an der Totalauslastung arbeiten.

Stolze Leistung, falls sich diese Daten bewahrheiten. In der Presseaussendung vom ASTAT stand: “Die Daten von August sind als vorläufig zu betrachten (Deckungsgrad: 85,1%)“. Ich weiß zwar nicht genau was das bedeutet, aber es klingt ganz danach, als ob sich diese Daten noch ändern können, oder?





Verwandte Themen:



   Trackback Url     AddThis Social Bookmark Button

  1. Twitted by suedtirol  27.09.2009 - 23:41

    [...] This post was Twitted by suedtirol [...]



  2. Kurt Resch  27.09.2009 - 23:45

    Es ist schon etwas schwerzu verstehen, das mit dem Nächtigungsplus.
    Vertreter, die weniger verkaufen
    Auf den Wanderwegen und Almhütten sind weniger Leute unterwegs
    Gute Hotels die eine sehr schlechte Auslastung haben (hört man)
    aber auch dass billigere Hotels gut arbeiten.

    Ich vermute eher dass viele Kollegen (bin ja ein Hotelier) in den letzten Jahren viel investiert haben und daher jeden Gast melden. Das pusht die Nächtigungen, inoffiziell versteht sich…



  3. Hubert  28.09.2009 - 7:59

    @ Kurt: das mit dem “mehr melden” ist eine interessante Theorie die ich als Nicht-Hotelier gar nicht in Eracht gezogen hatte. Danke für den Hinweis



  4. Wolfgang  28.09.2009 - 21:03

    Dass der Deckungsgrad nicht 100% beträgt liegt wahrscheinlich daran, dass bislang noch nicht alle Gastbetriebe die Übernachtungsdaten übermittelt haben. Mehr als 1/3 der Betriebe in Südtirol machen das bis heute per Hand. Da dauert es manchmal.
    Bezüglich Schwindeln: soweit ich weiß müssen die Zahlen die gemeldet werden mit dem Jahresabschluss stimmig sein, ansonstengibts Probleme mit der Finanz. Insofern denk ich nicht dass die Leute mehr Schwindeln als gewöhlich. Meine Einschätzung. Insgesamt haben denk ich in diesem Jahr einfach die Niedrigsternbetriebe die Verluste der Hohen ausgeglichen…



  5. Kurt Resch  28.09.2009 - 21:25

    Zum Schwindeln: ein Kollege von mir ist Finanzbeamter. Er und eine Mitarbeiterin hab im letzen Jahr in Kastelruth einige Hotels kontrolliert. Er hat gemeint, er kontrolliert so lange bis er einen Hotelier findet, der eine höhere Steuererklärung hat wie er. Er hat viele Hotels kontrolliert…

    Die Theorie mit dem nicht melden hat übrigens ein Kollege aus dem Grödnertal aufgebracht :-)



  6. Wolfgang  28.09.2009 - 22:21

    …na dann hoffen wir dass alle fein weiterschwindeln damit wenigstens die prozentuellen Veränderungen der Nächtigungen korekt sind, wenns schon offensichtlich die absoluten Zahlen nicht sind ;)
    Ps. werd die Info an den LTS weiterleiten. Hab die Einschätzung dass die Schwindeleien fast gleich 0 sein dürften von diesem…



  7. Hubert  29.09.2009 - 8:22

    Ich glaube, dass zwischenzeitlich sehr wenig geschwindelt wird. Einerseits haben die Hoteliers häufig Druck vonseiten der Banken und müssen gute Auslastungsstatistiken aufweisen. Andererseits zahlen auch immer mehr Gäste (auch italienische) bargeldlos was den Betrieb natürlich zwingt den Gast zu melden.

    Laut meiner Einschätzung liegt der Anteil der nicht-gemeldeten Gäste zwischenzeitlich sicherlich gut unter 5%, oder? Ein Insider kann mich allerdings gerne eines Besseren belehren :)



  8. Evelin  30.09.2009 - 8:00

    Geht es jetzt um’s Schwindeln oder um’s Nächtigungsplus :-)
    Es stimmt wir hatten einen sehr guten August, auch wenn es Anfang des Monats noch so ausgesehen hat, als würde nicht mal die Ferragosto-Woche voll werden und da wären wir beim Problem. Man hat durch die extreme Kurzfristigkeit zu wenig oder zu viel Personal, was sich negativ auf die Qualität oder auf die Bilanz auswirkt. Ich würde mir wünschen, wenn wir in Zukunft nicht mehr nur über die Nächtigungen, sondern in diesem Zusammenhang auch immer über den Umsatz reden würden. Würde unsere Branche in ein anderers Licht rücken und man würe den ein oder anderen “Sumperer”, wie wir oft genannt werden, besser verstehen.



Kommentar hinzufügen