Früher war die Welt noch in Ordnung: Hoteliers vertrauten bei der Vermarktung Ihrer Bettenkapazitäten auf den örtlichen Tourismusverein oder -verband und der eine oder andere Hotelier genehmigte fallweise ein Zeitungsinserat und tastete sich an die Welt des Direktvertriebes heran.
Seither hat sich sehr viel verändert: Immer mehr Institutionen verschiedenster Art versprechen den Hoteliers Zugang zu neuen Gästen: lokale Tourismusportale, internationale Player wie www.hrs.de oder www.expedia.de, Tourismusberater aller Art … allesamt umwerben die Tourismustreibenden und bringen schlussendlich auch die Tourismusorganisationen unter Leistungsdruck.
Hinzu kommen neue technolgische Entwicklungen wie Blogs, Wikis oder Hotelbewertungssysteme, welche die potenziellen Gäste untereinander vernetzen und somit den Gast noch weiter “emanzipieren”. Einige Trendforscher sagen sogar voraus, dass über kurz oder lang, die Hoteliers und Tourismusorganisationen möglicherweise die Kontrolle über ihre Marke verlieren, da ein potenzieller Gast eher dem Bericht eines anderen Urlaubers Glauben schenkt, als den Hochglanzbroschüren der Tourismustreibenden.
Dabei besitzten Tourismusorganisationen 3 wesentliche Stärken die sie von jedem anderen Mittler differenzieren: die Marke, umfassende Informationen zum Territorium und zu Aktivitäten und den Zugang zu sämtlichen Tourismustreibenden des Ortes. Vor allem im Internetbereiche werden diese Stärken bisher zumeist unzureichend genutzt.
Eine kreative Auseinandersetzung mit diesen neuen Themen und eine aktive Suche nach neuen Vermarktungpotenzialen und -modellen sind die Voraussetzungen dafür, dass die Tourismusorganisationen wieder jene zentale Rolle bei der Vermarktung Ihrer Mitgliedsbetriebe einnehmen, die sie sich eigentlich verdienen.



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