In einem Artikel auf Focus.de wird geschildert, dass der Klimawandel auch für den Tourimus zur immer größeren Gefahr wird: “kein Schnee in den Alpen und Malaria an den Stränden” so Focus. Dabei sei der Tourismus zu 5% für den Klimawandel verantwortlich (die vielen Flugreisen machen das möglich). Dabei werden sich nach Schätzungen der UN die negativen folgen des Tourismus für das Klima in den nächsten 30 Jahren nahzu verdoppeln… Schon jetzt seien Inselstaaten wie die Malediven von den Wetterveränderungen und dem Anstieg des Meeresspiegels betroffen. Auch Venedig ist laut Angaben von Klimaforschern dem wahrlichen “Untergang” geweiht und im Alpenraum haben heftige Unwetter und die unregelmäßigen, dafür sehr starken Niederschläge nicht nur einmal eine vom Tourismus lebende Ortschaft durch Muren- und Lawinenabgänge beinahe dem Erdboden gleich gemacht.
Nachdem mich eine Kollegin auf den Focus des Focus-Artikels
aufmerksam gemacht hat, war ich ebenfalls etwas erstaunt: Die Tourismusindustrie sei vor allem in ökologisch verwundbaren Gebieten tätig, die auf Klimaveränderungen stark reagierten. Nach UNWTO-Erhebungen ist der Tourismus für 46 der 50 ärmsten Länder der Welt die einzige Quelle für ausländische Währungen.
Dass sich Tourismus nicht nur in Städten abspielt haben wir ja alle gewusst, nur dass die Probleme auf die armen Länder geschoben werden und wir, die wir etwas “besser dastehen” uns jetzt um diese Länder sorgen müssen, passt doch auch nicht ganz 100%. Wenn man den Einschätzungen der vielen Klimaforschern glauben schenken darf (und unter diesen gibt es auch Untergangspropheten neben Optimisten, welchen zu Folge die Klimaveränderung ein ganz normaler Vorgang im Verlauf der Zeit ist) dann haben wir auch hier in den Alpen in wenigen Jahrzehnten arge Probleme wenn z.B. im Winter kein Schnee mehr fällt. Da muss man nicht so tun als wären vorwiegend die armen Länder die geschädigten, denn es ist vor unserer eigenen Haustüre nicht wirklich anders als in diesen Ländern: wenn es in Südtirol mal dem Tourismus wirklich schlecht geht, dann steht das ganze Land, nicht nur der Tourismus!
Also, sofern man den vielen Prophezeihungen im Hinblick auf den Klimawandel glauben schenken darf, dann haben auch wir ein Problem, nicht nur die “armen Länder”



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