Immer mehr Südtiroler Gastbetriebe sind auch in den bekannten deutschen Low-Cost-Vertriebskanälen im Internet wie www.lidl-reisen.de, www.aldireisen.de, www.netto-travel.de, www.kaufland-reisen.de usw. zu finden. Ebenso wie die ausländischen Mitstreiter folgen auch unsere Betriebe dem Druck nach billigen Preisen und bieten schier unfassbare Angebote.
Als jemand der in einem Gastbetrieb aufgewachsen ist und sich beruflich mit Tourismusberatung befasst stelle
ich mir die Frage, was ich einem Gast bei einem Preis von 99 € für 3 Tage (all incl.) in einem 4-Sterne Betrieb bieten kann. Solche Dumpingpreis-Angebote wirken sich ausserdem auch auf die Begehrlichkeit der Marke Suedtirol aus – schliesslich finde ich im Wuehlkorb im Supermarkt ueblicherweise nicht die Topmarken, sondern vielmehr die etwas “angeschlagen” Markenkollegen. Auch unmittelbare Konkurrenzbetriebe bekommen diese Harakiri-Preisgestaltung zu spueren: sie koennen entweder mitziehen – und ihre Preise ebenfalls senken – oder sie bekommen die Effekte bei ihrer Auslastung spueren. Hat das der Suedtiroler Tourismus wirklich noetig?



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