Redaktionelle Beiträge! Jedes Hotel in Südtirol strebt nach ihnen. Welche Werbung ist besser als in einem Magazin oder Buch empfohlen zu werden.
Wir vom Berghotel Zirm wurden vor einiger Zeit in einem Buch als Familienhotel in Südtirol empfohlen. Es wurde uns keine Mitteilung seitens des Verlages übermittelt, daß wir in diesem Buch aufgenommen wurden. Rein zufällig fand ich diese Seite im Internet. Wir haben das Buch dann auch bestellt und mußten feststellen, daß hier die Recherche seitens des Verlages wohl etwas zu kurz kam.
Der Einleitungstext der Präsentation ist haargenau derselbe wie in unserem Prospekt. Weiters wird von teils unkarismatischen und rustikalen Zimmern gesprochen, sowie “bei einigen Zimmern ist auch ein kleiner Balkon dabei.”
Also die Zimmer sind alle neu, hell eingerichtet und besitzen einen mindestens 4 x 2 Meter breiten Balkon. Weiters wird von einem Fitnessraum gesprochen, welchen wir aber gar nicht haben. Wir haben im Jahr 2000 das Haus total rennoviert und vergrößert, kurz gesagt auf den Stand der Zeit gebracht. Wir hatten vorher auch einen Fitnessraum… Beschrieben wird noch eine Rodelbahn am Haus. Wenn eine schneebedeckte Landesstraße eine Rodelbahn ist, dann haben wir nun auch eine Rodelbahn (ich wüsste nichts von Rodelbahnen).
Sonst wird unser Haus eigentlich sehr gelobt. Wahrscheinlich war nie jemand von der Jury im Haus, und hat sich nur auf externe Informationen verlassen, bzw. irgendwo ältere Hotelbwertungen gekauft. Wie wir ins Buch gekommen sind wissen wir nicht. Vielleicht wurde die Venere Datenbank eingebunden…
Wir haben darauf hin beim Verlag angerufen. Eine Dame fand das ganz toll dass jemand sich meldet, sie bräuchte bitte eine schriftliche Beschwerde und würde es dem Autor weitergeben. Da unser Hotel insgesamt gut weggekommen ist (bis auf die zwei genannten Punkte), haben wir diesen Schritt nicht mehr gemacht. Der Aufwand wurde uns zu bürokratisch.
Es ist aber schon ein starkes Stück aufgrund solcher Informationen ein redaktionelles Empfehlungsbuch zu schreiben. Das geht dann eigentlich schon in Richtung abzocke. Unseriös hinzu noch dem Betrieb nicht einmal mitzuteilen, daß es das Buch überhaupt gibt. Schwarze Schafe gibt es überall!
Ich veröffentliche demnächst ein Buch mit der Auswertung vom Holidaycheck… Wäre auch eine Möglichkeit.



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