In einem Artikel von DerFrankie spiegelten sich neulich die berechtigten Zweifel vieler Südtiroler wieder, der Tourismus in Südtirol ziele vielleicht z. T. auf die falschen Gästegruppen ab – zumindest wenn wir in die viel progagierte Richtung des Qualitästourismus wollen. Im genannten Artikel ging es darum, dass die Meraner Musikwochen – ein musikalisches Highlight auf internationaler Ebene und von hohem Werbewert bis weit über die Grenzen hinaus- von privaten Unternehmen gesponsert wurden, wärend das Land stattdessen wieder mal “in die Bresche springen würde” um den Grand Prix der Volksmusik im Jahr 2009 zu ermöglichen.
Sicherlich könnte man über ein Kulturhighlight wie den Meraner Musikwochen genau jene Clientel in jenen Ländern ansprechen, welche laut SMG zu den neuen Märkten zählen, aber verfolgt man mit der Ansprache der Gäste aus Deutschland Österreich und Schweiz nicht auch Qualitätstourismus? Ein Beispiel zeigt, dass man hier offensichtlich mit unterschiedlichen Maßen misst…In Olang wird diskutiert ob man nicht wiedermal eine neue Skipiste einrichten sollte. Man muss größer werden, die Konkurrenz schläft nicht, man muss hinterherziehen, …) Hier wird von “Masse” gesprochen, nicht von Qualität! (was nicht bedeuten soll, dass zweiteres nicht zu weiten Teilen gegeben ist!) Und das ist nicht nur in Olang so! Nur will es niemand wirklich aussprechen. Die Gäste beklagen sich teilwiese bereits vor allem im Winter, dass die Natur immer “kaputter” wird, dass zu viele Leute in den Skibussen und auf den Pisten seien. “Massenabfertigung”, so hört man die stille, anonyme Kritik es aus der Warteschlange vor dem Skilift. Ja manche unserer deutschen Gäste kommen mittlerweile schon nicht mehr in die Gegend des Kronplatzes da es bereits “Kroatenwochen” gibt, in welchen man sogar als einheimischer Angst haben muss in eine örtliche Bar zu gehen, weil sogar die Carabinieri Angst haben, bei den Schlägereien und Trinkgelagen der neuen Gäste aus dem Osten zu schlichten.
Ist das der Qualitätstourismus den wir anstreben? Offensichtlich messen hier alle mit einem etwas anderen Maß! Während man sich in der Gegend von Meran sorgen um die Grand Prix der Volksmusik – Clientel macht, so wünscht man sich in anderen Orten eben diese Gäste zurück…
Vielleicht fehlen auch handfeste Konzepte für die konsequente Entwicklung eines qualitativ hochwertigen Tourismus. Tatsachen ist, dass viele Hotels in Südtirol vorwiegend an das schnelle Geld denken, und nicht an den Aufbau langfristig rentablen Qualitätstourimus. Ganz nach dem Motto – (und jetzt das erschreckende Zitat eines Gastwirtes): “So lange diese Gäste zahlen, dürfen die machen was sie wollen!”



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