Touristische Internetseiten leben von Tipps: “Die besten Hotels”, “die schönsten Aussichtspunkte” und “nur für Sie ausgewählt”. Der User fühlt sich angesprochen, vertraut auf den Ratschlag der Redakteure und flugs fährt er hin zum als Geheimtipp gehandelten Berg oder Ort. Ist er dort, böses Erwachen: Touristen weit und breit und nichts mehr von wegen unberührter Natur.
Das ist nicht gut. Wir erschaffen Urlaubsträume und Sehnsüchte, locken Gäste mit Geheimtipps an und müssen sie – einmal da – enttäuschen. Ist der Winter schlecht, ist nix mit tief verschneiter Märchenlandschaft. Weiß jeder vom malerischsten Plätzchen in Südtirol, ist dank vollgeparkten Parkplätzen und übervölkerten Wanderwegen Schluss mit Idylle.
Ich bin gespannt wie lang User noch unseren sogenannten “Tipps” trauen. Wir müssen fest aufpassen wie wir uns verkaufen und was wir verraten.
Zu letzt eine kleine Anekdote zum Thema: vor 2 Wochen sind zwei Innsbrucker Bikeparkbauer bei uns am Kronplatz zum Biken gewesen. Nach 3 Fahrten haben sie uns ganz ehrlich gesagt: “Wenn ihr schlau seid, dann erzählt niemanden von euren Trails. Denn wenn die Biker davon erfahren, ist es aus mit den geilen Single Trails.”



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