11.09.2008 - 9:07       Geschrieben von Wolfgang

Neue Medien im Tourismus, ein Interview mit Chris Curtin


Chris CurtinEin interessantes Podcast zum Thema Neue Medien gibts auf Internetmarketingvoodoo. Zu Gast im Podcast ist Chris Curtin, Verantwortlicher für Walt Disney’s Marketinginitiativen im Bereich Neue Medien und Digitale Distributionskanäle (Video on demand (VOD), Digital Video Recording (DVR), Mobile Technology, Video Downloading/Streaming und Instant Messaging. Hier die Schlüsselaussagen des Interviews.

Für Disney als internationales Unternehmen ist es wichtig, die neuen Medien in der richtigen Art und Weise einzusetzen. Die drei Schlüsselkomponenten dabei sind

  • Mobile Content
  • Internet
  • TV/Sat

Nach Chris Curtin ist es für ein touristisches Unternehmen (auch Südtirol ist in diesem Sinne ein touristisches Unternehmen) wichtig zu verstehen, welche Rolle das Unternehmen in der Peer-to-Peer Kommunikation in diesen Medien spielt. Wie kann das Unternehmen einen Mehrwert in diesem Dialog schaffen? Wie möchte ein Unternehmen von außen wahrgenommen werden? Und vor allem: Was erwartet der Kunde und wie kann man diese Erwartungen erfüllen?

Bei der Beantwortung vor allem der letzten beiden Fragen sieht Curtin noch nachholbedarf. Die Antworten hierauf liegen noch nicht endgültig vor!

Walt Disney sieht sich (wie auch Südtirol) einem sehr heterogenem Markt gegenüber. Menschen unterschiedlichen alters und unterschiedlicher Kulturen müssen bedient werden. So setzt Disney den Focus für unterschiedliche Länder auf unterschiedliche Kanäle.

  • In Asies liegt der Focus auf Mobile-Content
  • In Europa aktuell noch auf TV und SAT
  • In Amerika auf dem Internet

Klar werden überall alle Kanäle genutzt, nur auf diesen Kanälen liegt eben der Focus, bedingt durch die unterschiedlichen Qualitätsstandards innerhalb dieser Medien und die unterschiedlichen Nutzungszahlen in den verschiedenen Ländern.

Auf die Frage, was den ein Marketer verstehen sollte, wenn er in neue Medien mehr investieren wolle, antwortet Curtin, man sollte auf keinen Fall etwas machen was nicht zur eigenen Marke passt nur weil es andere so machen. Immer wenn der Kunde in Kontakt mit der Marke kommt, muss dieser Kontakt perfekt auf die gesamte Kommunikation abgestimmt sein. 30-Sekunden Videos sein kontraproduktiv wenn Sie nicht den Inhalt der Marke adäquat wiedergeben. Es ist wichtig sich zuerst die Fragen stellen WAS ist meine Marke? WER ist meine Marke? …und darauf die Kommunikation ausrichten.

Positives Beispiel aus Südtirol: Ich war zeuge der Biathlon WM in Antholz. In der Pause zwischen zwei Bewerben wurde das Südtirol Promo-Video der SMG auf den großen Screens gezeigt! Wunderschöne Bilder, 1A Musikwahl. Kompliment an den Regisseur! Das Video wurde nicht nur kurz reingeschaltet, sondern es lief mehr als 10 Minuten lang. Fakt ist: es wurde still auf den Tribünen!! Die Menschen haben sich das Viedeo (das übrigens Südtirol im Sommer zeigte!) in voller länge angeschaut und sich wahrscheinlich – wie ich ;) – gedacht: Huuuu, da muss ich echt mal im Sommer herkommen!

So wird die Marke Südtirol in meinen Augen richtig kommuniziert. Man hat Zeit. Zeit die schönen Dinge und vor allem die Natur zu genießen. Allein nach dem Video war es als ob man einen Mikro-Urlaub genossen hätte. Demgegenüber stehen Nachrichten wie “Mädel in Südtirol treibt es mit halbem Dorf” im Stern und die darauf folgenden Reaktionen.





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  1. Jennifer  24.11.2011 - 18:47

    Danke für das interessante Interview. Wir sind auch gerade dabei die neuen Medien wie Web 2.0 und Facebook für uns zu entdecken. Das ist zwar auf den ersten Blick anstrengend, langfristig sollte es sich aber lohnen.

    Jennifer
    http://www.wellnesskurzurlaub.net



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