07.01.2011 - 13:06

Facebook-Applikation “E-Cards” für die Urlaubsregion Trentino


Seit einiger Zeit betreuen wir die Urlaubsregion Trentino rundum zum Thema Social Media Marketing. Dazu gehören unter anderem sämtliche Facebook-Aktivitäten. Vorab muss ich sagen, dass das Team im Trentino eine Super-Arbeit in Sachen Interaktion mit und Aktivierung von Mitgliedern leistet. Nur so war es möglich, dass es das Trentino laut einer Studie von GHnet geschafft hat, sich innerhalb weniger Monate zur italienischen Provinz/Region mit der stärksten Facebook-Mitgliederinteraktion zu entwickeln (siehe Grafik). Dies obwohl das Trentino zusammen mit uns erst Ende Juli begonnen hat den Kanal “Facebook” proaktiv zu bedienen.

Seit 22.12.2010 ist die Facebook-Applikation “E-Cards” online, die wir für das Trentino programmiert haben. Gerne können Sie hier versuchen eine elektronische Karte an Ihre Freunde zu versenden (die App ist vorerst leider nur auf italienisch). Zu den Zahlen: Seit 16.12. wurden über 1.000 elektronische Postkarten an knapp 6.500 Empfänger verschickt. Die Facebook-Community ist in diesen 22 Tagen von 9.500 auf 13.600 Fans gewachsen, was einem täglichen Plus von 186 Fans und einem gesamten Zuwachs von 30% entspricht. Zusammen mit dem Trentino freuen wir uns über dieses Ergebnis und arbeiten schon fleißig an der nächsten Idee :)

17.12.2010 - 15:40

Schlüsseltrends in der Hotellerie


Das Zunkunftsinstitut hat sich mit der Frage beschäftigt, welchen Trends die Hotelkonzepte von Morgen Rechnung tragen müssen. Die Antworten auf dieser Frage findet Ihr hier. Die Studie ist sehr umfangreich und informativ. Als besonders aussagekräftig empfand ich die 6 Schlüsselthesen, welche die bedeutendsten Entwicklungen sehr gut umreißen :

1. Freizeit und Arbeit vermischen sich mehr und mehr. Es wird nicht mehr so klar sein, ob jemand als Geschäftsreisender oder Urlaubsgast unterwegs ist.

2. Luxus wird wichtiger denn je. Das besondere Erlebnis wird wichtiger sein als der geringe Preis.

3. “Reisen zum Ich”, die sehr stark durch Selbstreflektion geprägt sind, werden sich zu einem sehr stark nachgefragen Reiseformat entwickeln.

4. Design und individuelle Angebote werden mehr denn je die Wahl des Gastes beeinflussen

5. Das Internet verändert das Marketing und die Kundenkommunikation nachhaltig. Der Informationsaustausch mit anderen Usern und die Vorabinformation im Web werden noch stärker als heute die Urlaubsplanung beeinflussen. Transparenz und Online Service sollen für den Hotellier höchste Priorität haben

6. Der Erfolg wird immer stärker im Nischen- als im Massenmarkt liegen. Treibende Kräfte dahinter sind immer stärker divergierende Bedürfnisse der Gäste und eine zunehmende Individualisierung der Gesellschaft.

Dies ist nur ein sehr kleiner Einblick in den Inhalt der 42seitigen Studie, die auf jedem Fall lesenswert ist.

08.11.2010 - 17:45

Ist Wohnungstausch massentauglich?


Es gibt einige Webseiten die sich – teilweise auch sehr professionell – mit dem Thema Wohnungstausch befassen. Ein Beispiel dafür ist Homeexchange.com. Das Konzept klingt ja sehr einleuchtend: ich brauche einen Tapetenwechsel und suche einen Gleichgesinnten der bereit ist sein Heim mit meinem zu tauschen. Nehmen wir an ich möchte nach Brasilien reisen und habe das “Leeward House” gefunden – idyllisch gelegen, eigens Boot, Golfplatz in der Nähe … eigentlich alles was mein Herz im kalten Februar begehrt. Gleichzeitig geben die Eigentümer  von Leeward House an, dass sie gerne nach Italien reisen würden und dort ein Haus suchen. Bleibt nur noch zu klären ob sie mit Italien schneebedeckte Berge verbinden :) .

Kann aus diesem Nischentrend ein Mainstreamthema werden? Sicherlich ist es leichter jemanden sein Feriendomizil zur Verfügung zu stellen als jemanden in den eigenen “richtigen” vier Wänden einzuquartieren. Für Viele ist das ein zu großer Eingriff in die Privatsphäre. Man kennt sich ja schließlich nur über das Internet. Es kommt noch hinzu, dass man selbst nicht genau wissen kann wo man landet – schöne Fotos gibt es im Internet en Masse und ein Krimineller könnte sich recht einfach eine fiktive Residence zusammenbasteln um dann den Erholungssuchenden bis auf die Unterhosen auszurauben.

Wie so häufig im Internet ist der Knackpunkt das Vertrauen. Sollte es mithilfe von Videos, Gästereviews, Referenzen etc möglich sein diese – gerechtfertigte – Misstrauensbarriere zu überwinden, könnte aus der Idee des Wohnungstausches sicherlich ein massentaugliches Phänomen werden.

28.09.2010 - 10:49

Von wegen “Facebook ist nur etwas für Kinder”


Blogger-Kollegin Karin Schmollgruber, die sehr häufig (und kompetent :) ) über Tourismus und Social Media bloggt, hat mich auf eine interessante Seite aufmerksam gemacht: www.checkfacebook.com. Auf dieser Seite können Statistiken zur Nutzung von Facebook weltweit abgerufen werden.

Ein Blick auf Italien gezeigt, dass von den 16,6 Millionen Facebook-Nutzer in Italien knapp 60% (!) über 24 Jahre alt sind. Ca 1/3 der User sind älter als 35 Jahre. Nur ca. jeder 7. italienische Facebook-User ist minderjährig.

10.09.2010 - 13:07

Wird Sentres die touristische Onlinevermarktung in Südtirol revolutionieren?


Mit Interesse verfolge ich die Berichte in den lokalen Medien zur neuen Tourenplattform “Sentres.com” die im Oktober online gehen soll. Sentres ist ein Kooperationsprojekt des Tappeiner-Verlages und des Verlagshauses Athesia. Über 2.000 Touren, über 10.000 Bilder …. ein gewaltiges Datenvolumen das sicherlich einen bedeutenden Mehrwert für Outdoor-Freaks darstellt. Finanziert werden soll das Projekt über Service-Anbieter wie Bergführer, Hüttenbetreiber, Hoteliers die sich mit einer Mirkoseite auf dem Portal präsentieren und dafür einen Jahresbeitrag bezahlen.

Ich bin fest überzeugt, dass diese Plattform ein attraktives Werbeumfeld für Bergführer, Hüttenbetreiber oder Sportgeschäfte darstellt, da diese Anbieter einen direkten Bezug zu den angebotenen Touren – haben. Es bleibt zu sehen, ob Sentres auch ein buchungsrelevantes Umfeld für Hoteliers bieten kann: sucht jemand eine Tour und dann ein Hotel in der Umgebung oder entscheidet sich jemand für eine Region/ein Hotel und sucht dann entsprechende Tourenmöglichkeiten in der Umgebung? Erfahrungsgemäß ist Zweiteres das typischere Such- und Buchungsverhalten.

Bedingt durch die Inhalte der Plattform und der Eigenschaften der Domain (relativ jung, abstrakter Name …) wird das Portal SEO-mäßig zunächst wohl eher im Longtail-Bereich Zugriffe generieren können und muss dort versuchen eine kritische Masse an Besuchern zu erreichen. Ich glaube kaum, dass sich die Plattform in kurzer Zeit bei (buchungsrelevanten) Hauptkeywords wie “Südtirol”, “Südtirol Hotels” oder “Urlaub Südtirol” durchsetzen kann …. aber ich lasse mich gerne überraschen. Ein gewisses Besuchervolumen kann sicherlich auch durch die Medien von Tappeiner und Athesia auf die Seite gebracht werden.

Die Frage, ob Sentres die touristische Onlinevermarktung in Südtirol revolutionieren wird oder nicht, kann heute sicherlich nicht beantwortet werden. Sicherlich wird es informationsreiche und grafisch ansprechende Contentplattform. Der kommerzielle Erfolg der Plattform wird sicherlich davon abhängen, inwiefern ein interessantes Werbeumfeld für Hotelbetriebe geschaffen werden kann, was beim starken Konkurrenzkampf in der touristischen Onlinevermarktung sicherlich kein leichtes Unterfangen sein wird.

05.07.2010 - 12:58

Was Wellnessurlauber WIRKLICH wollen


Eher zufällig bin ich heute auf eine interessante Studie gestoßen, die 2009 von GfK Travel Scope und dem Deutschen Wellness Verband durchgeführt wurde. BeEsonder interesssant fand ich den Versuch, die deutschen Wellnessurlauber zu segmentieren, da solche Segmentierungen wertvolle Inputs zur touristischen Produktgestaltung liefern. Die Studie hat 4 wesentliche Wellnesstypen identifiziert: den “gestressten Performer” (30% aller Wellnessreisenden), den “proaktiven Gesundheitsbewußten” (25%), die “verantwortungsbewußten Eltern” (23%) und die “autonomen Individualisten“  (22%)

Einige Details der Studie finden Sie hier.

03.03.2010 - 17:55

Gelungenes Beispiel für Crowdsourcing im Tourismus


Crowdsourcing ist ein typisches Web 2.0-Phänomen. Ganz allgemein beschrieben geht es darum, dass ein “Auftraggeber” einen Arbeitsauftrag in ein eigens dafür geschaffenes online Netzwerk stellt, um eine Vielzahl von Ideen und Umsetzungsvorschlägen von zumeist jungen Kreativen zu erhalten. Die beste Idee bekommt den Zuschlag und der Kreative wird für seine Arbeit entlohnt. Die anderen gehen leer aus. Erfolgreiche Beispiele sind Logotournament (Gestaltung von Logos) oder 99designs (Gestaltung von Webseiten).

Heute bin ich auf eine crowdsourcing-Idee von “Neuseeland Tourismus” gestossen. Diese Organisation hat eine Webseite launchiert, wo Video-Producer aufgefordert werden einen kurzen Werbefilm über Neuseeland zu produzieren. Unter den 5 Finalisten wird am 5.3.2010 von einer hochkarätigen Jury der Gewinner bestimmt. Die 5 Finalisten findet ihr hier (http://www.your-big-break.com/entries) … ich drücke für Andrés Borghi die Daumen, weil mir das Konzept gefällt und ich die eigens komponierte Filmmusik einfach genial finde).

19.02.2010 - 11:06

Angebotsgruppen und Tourismusorganisationen: Freunde oder Feinde


Zugegebenermaßen ist der Titel etwas polarisierend, birgt aber auch ein gutes Stück Wahrheit in sich. Auch in der akademischen Diskussion liest man häufig vom Resortmanagement (Zusammenschluss von ähnlichen Hotels, meist rund um ein Thema) als Gegenpol zum Destinationsmanagement (Vermarktung einer gesamten Region/eines Ortes mit sämtlichen Betrieben, egal ob klein oder groß). Wen’s interessiert, der kann diesbezüglich auch meinen Post “Bringt Destination Governance das Ende des Destination Managements” lesen.

Fakt ist, dass beide “Vermarktungskanäle” das beschränkte Marketingbudget der Hotels anzapfen. Fakt ist auch, dass es eine immer größer werdende Anzahl an Angebotsgruppen oder Hotelkooperationen gibt und dass sich immer mehr Tourismusvereine beschweren, dass sie Mitglieder verlieren. Vor allem wenn die austretenden Betriebe große Hotels sind, macht sich das beim Budget des Tourismusvereins stark bemerkbar. In diesem Zusammenhang könnte man auch in Frage stellen, ob das derzeitige Finanzierungssystem der Tourismusvereine angebracht sei, da der lokale Tourismusverein zu stark vom Wohlwollen seiner Mitglieder abhängt, aber in diese Diskussion möchte ich mich gar nicht weiter einbringen. [...mehr] »

16.02.2010 - 11:53

Tourismusstatistik Südtirol: guter Start in die Wintersaison


Was den Start in die aktuelle Wintersaison betrifft, stellte das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) Südtirol unlängst ein durchwegs positives Zeugnis aus: Im Vergleich zu den Monaten des Vorjahres wurde  im November und Dezember 2009 bei den Ankünften eine Steigerung von 3,1% verzeichnet, bei den Nächtigungen gab es ein Plus von 2,8%.

Imposant auch die gemeldeten Zahlen für das Jahr 2009 insgesamt: Laut ASTAT haben im Vorjahr rund 5,5 Millionen Gäste ihre Ferien in Südtirol verbracht und kamen dabei zusammen auf 28 Millionen Nächtigungen. Verglichen mit 2008 entspricht das einem Zuwachs von 3,0% bei den Ankünften und von 1,3% bei den Nächtigungen.

Urlaub in Südtirol scheint also – trotz Wirtschaftskrise & Co. – nach wie vor gefragt und beliebt zu sein, besonders unter unseren italienischen Gästen sowie bei Besuchern aus der Schweiz und den Benelux-Staaten. Dagegen soll es in diesem Jahr bisher vor allem Deutsche und Österreicher weniger in unser Land gezogen haben. Woran es liegen mag, dass die Nächtigungszahlen gerade in dieser Besuchergruppe rückläufig sind?

Betrachtet man die Gesamtzahlen, schaut es dennoch nicht sehr nach Krise aus. Im Gegensatz etwa zur Nachbarregion Tirol, wo die neuesten Daten zur Tourismusentwicklung eher zu denken geben. Ein Satz in der ASTAT-Pressemeldung lässt trotz allem kurz innehalten, nämlich: „die Daten von Dezember sind als vorläufig zu betrachten“. Und das heißt?

15.01.2010 - 10:26

Südtirol die erfolgreichste Hotel-Region bei Holidaycheck


Mit Interesse habe ich heute morgen einen Artikel in der Tageszeitung Dolomiten gelesen und vernommen, dass 8% der weltweit beliebtesten Hotels in Südtirol angesiedelt sind. Besonders erfreut hat mich der Umstand, dass ich 4 dieser 12 prämierten Hotels zu meinen Kunden zählen darf: das Berghotel Zirm, das Hotel Ritterhof , das Hotel Andreus und das Berhotel Sexten. Vorausgeschickt, dass ich felsenfest überzeugt bin, dass in diesen 4 Betrieben Hotellerie auf höchstem Niveau geboten wird, hat mich die weltweite Verteilung der Auszeichnung doch etwas überrascht. [...mehr] »