22.08.2009 - 12:25

Coopetion im Südtiroler Tourismus: Grundgedanken zu einer Hotelkooperation


„Coopetition“ ist ein Wort, das schon seit Jahrzehnten Einzug in die Industrie genommen hat, im Südtiroler Tourismus allerdings nur sehr vereinzelt Anwendung findet. Das Wort setzt sich aus Co-operation (Kooperation) und Competion (Wettbewerb) zusammen und verdeutlicht, dass es sich hierbei nicht um zwei widersprüchliche Konzepte handelt, sondern dass Unternehmen Wettbewerbsvorteile erzielen können wenn sie auch mit konkurrierenden Unternehmen kooperieren. Übertriebene Wettbewerbsgedanken und verkrapftes Gegeneinander-Arbeiten führen vor allem in Südtirol dazu, dass Wettbewerbschanchen ungenutzt bleiben bzw das Land Südtirol an internationaler Wettbewerbsfähigkeit verliert. Einige Gedanken zu Kooperationen in der Hotellerie findet Ihr in den folgenden Absätzen:

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21.08.2009 - 15:20

Dolomiten sind Weltnaturerbe!?


Natürlich sind unsere Dolomiten die schönsten, geilsten, megaultragalaktisch einzigartigsten Berge. Für unsere Politiker ist das wieder ein Titel womit sie protzen können, auch die SMG wird das voll ausschlachten. Warum auch nicht?
Aber bringt uns das touristisch wirklich einen Vorteil, mit bald 1.000 anderen UNESCO Orten?
Mal ganz ehrlich gesagt, ich kann mit dem Titel nicht wirklich etwas anfangen. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren…

20.08.2009 - 10:07

Badeurlaub in Schenna


Südtirol verkauft sich gerne und erfolgreich als kleines Alpenland, das italienischen Charme und Tiroler Tradition verbindet. In Medientexten liest man vom Aperitif in den altehrwürdigen Lauben, vom mediterranen Klima am Kalterer See, von herzhafter Küche verfeinert durch italienische Leichtigkeit. Schön!

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13.08.2009 - 10:02

Zimmer frei!


Die Krise, die Krise, ja, sie scheint jetzt auch den Tourismus erwischt zu haben. Kaum zu glauben, aber wahr: im Kronplatzgebiet gibt es jetzt zu Ferragosto freie Zimmer, wenn man den Zimmer-Frei Meldungen Glauben schenken möchte. Vor ein paar Jahren noch unvorstellbar, heute bittere Realität.

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10.08.2009 - 18:23

Italiens Tourismusbudget halb so hoch wie jenes von Österreich


Durch Zufall bin ich heute auf eine interessante Zahl in einem Artikel gestossen: das ENIT (italienisches Tourismusamt) verfügt im Jahr 2009 über ein Gesamtbudget von 28 Millionen € (wovon 16 Mio rein in Struktur- und Personalspesen fliessen). 2008 waren es noch 48 Millionen. Im Vergleich dazu wendet die Österreich Werbung 2009 über 50 Millionen € auf. Gleichzeitig verkündet Ministerpräsident Berlusconi, dass der Anteil des Tourismus am BIP innerhalb von 4 Jahren von den derzeitigen 12% auf 20% steigen soll.

Noch ein Vergleich: 2008 hat Südtirol 8 Millionen € rein für Marketingaktivitäten aufgewendet ….

20.07.2009 - 21:30

Entwicklung vom Kronplatz-Resort


Im Sommer 2009 ist der Startschuss für die Hotelkooperation Kronplatz-Resort gefallen. 3 Hotels der 4-Sterne Kategorie möchten enger zusammenarbeiten um sich gemeinsam stärker zu präsentieren.

Die Resonanz von den Gästen ist bisher super, sie sind hell auf begeistert und versprechen ein Wiederkommen. So gewinnt man Stammgäste! Die Grundstruktur  ist gebaut, nun folgt der 2.te Schritt mit der gemeinsamen Vermarktung. Drei Hotels haben gemeinsam das dreifache Budget und können so noch effektiver werben. Mal sehen was uns alles einfällt…

Wer näheres über die Kooperation erfahren möchte, der kann sich gerne in eines der drei Hotels einbuchen. Wer die Entwicklung lieber aus der Ferne betrachtet ist auf dem Blog genau richtig. Evelin berichtet hier wöchentlich die neuesten Ideen, Konzepte und Planungen für die Zukunft.

Ihr dürft gespannt sein was noch alles kommt ;)

17.07.2009 - 11:15

“application store” als touristischer Vertriebskanal?


de_iphone_012Immer mehr Touristiker entdecken Apple’s “App Store” als innovativen Marketingkanal. Im App Store werden kostenlos Applikationen zur Verfügung gestellt, die einerseits statische Inhalte umfassen (hochwertige Fotos, Beschreiungen, Karten etc) und andererseits über das Internet die Möglichkeit bieten dynamische Inhalte zu beziehen (Wetter, Veranstaltungen etc). In Südtirol gibt es dazu auch schon einige Beispiele. Eine Applikation für die Destination Südtirol finden Sie hier. Neu im Netz ist auch eine Applikation für ein Hotel im Ahrntal, das Hotel Alpenschlössl (link).

Die Appliaktion kann entweder über itunes oder direkt über das Iphone / den Ipod Touch bezogen werden. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor einer solchen Appliaktion ist sicherlich auch die offline/online Bewerbung in den klassischen Marketingkanälen.

22.06.2009 - 14:03

Wer will, der kann!


Es herrscht zurzeit eine recht nervöse Stimmung bei Gastwirten und Hotellieren. Man hat Angst vor der Krise, man fürchtet die Gäste bleiben im Sommer aus. Man sucht Schuldige und meint sie gefunden zu haben: Bei den Tourismusvereinen und bei der SMG. Ob man sie wirklich dort findet, wage ich zu bezweifeln.

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28.05.2009 - 11:45

Spart euch eure Angebote!


Ich muss mir hier mal Luft machen.

Ich checke jeden Tag den Mail Account vom Berghotel Zirm. Jeden Tag ärgert es mich wieviele unseriöse Angebote in das Postfach trudeln.

Die einen verkaufen Gartenmöbel zu Preisen die es noch nie gab, die anderen garantieren die Position 1 auf Google usw… Ich weiß gar nicht wie groß die Conversion solcher Blindmailings ist. Vielleicht 0,001% ? Praktisch 0,001% “Hoteldeppen” von X fallen immer noch rein. Tolle Gleichung oder :)

Aber warum ich zu diesen Post komme ist ein besonderes Angebot. Also es kam nicht via E-Mail sonder per Fax!!! :) Das Angebot war ein Eintrag auf www.euro-hotel.com.

Fett in der Überschrift stand: Auf Platz 1 bei Google. Leider fand man erst im Kleingedruckten das Keyword. Es geht um das hartnäckige und conversionstarke Keyword “Hotelführer” :) Und nicht mal da schafft man es auf Nr. 1

Täglich gelangen 21.500 und 24.900 Besucher auf ihr “Portal”. Einfach das Formular zurückfaxen und man ist dabei.

Das ganze kostet 99 Euro für ein Jahr. Also es ist mehr getan wenn man das Geld nach Afrika oder in’s Erdbebengebiet Umbrien sendet.

Wer auf so ein Angebot reinfällt sollte lieber die Hände weg vom Marketing lassen, bzw. sich von externen vermarkten lassen.  Oder man hat so ein gutes Herz und sieht die 99 Euro als Spende für das Unternehmen mit dem tollen Portal. Jeder soll seine Chance bekommen :)

Was denken sich solche Unternehmen wenn sie so ein Produkt auf den Markt werfen. Herrscht keine Scham wenn man das Produkt präsentiert? Handelt es sich um ein Übermaß an Naivität oder doch Abzocke???

Ich glaube ja immer an das Gute im Menschen…

19.03.2009 - 11:42

Wiku vom 18 März 2009


Für alle Nicht-Südtiroler wird Wiku kein Begriff sein.

Also der Wiku ist der Wirtschaftskurier vom Tagblatt Dolomiten, der wöchentlich als Beilage mitversendet wird.

Ich lese die Zeitung recht gerne.  Alles rund um Wirtschaft, Tourismus, Industrie aus unserer Alpenregion wird aufgegriffen.Gestern stachen mir zwei Artikel in’s Auge, und möchte hier nun ein paar Gedanken los werden.

Einmal ging es um den Artikel “Tatort in den Dolomiten“. Die Business Location Südtirol (BLS – sorry bis jetzt kannte ich das Gremium nicht…) und die SMG wollen nun vermehrt Fernsehproduktionen nach Südtirol bringen. Man denkt an einen Tatort in den Dolomiten, oder einen Liebesfilm am Kalterer See. Das witzige an der ganzen Sache: Bereits vor gut einem Jahr habe ich die SMG in diesem Artikel dazu aufgefordert, Serien oder Filmproduktionen nach Südtirol zu bringen. Gut Ding braucht Weile. Ich bin mal gespannt wie es weiter geht…

Der zweite Artikel hat die Überschrift “Lichtblicke in der Krise“. Hier wird kurz über die ITB eingegangen bzw. über das Reiseverhalten der Urlauber 2008/2009 erzählt. Was mich etwas ins Grübeln brachte, waren die Aussage von Herren Engl wie wir der Krise gegensteuern.

Also er spricht von vielen Mailings und Newslettern mit denen er 2 Millionen Menschen in den Hauptmärkten erreichen will. Möglich machen die Mailings eine Datenbank die einzigartig sei. Anscheinend hätten wir da einen Vorteil, da Bayern und Nordtirol so eine zentrale Datenbank nicht haben. Also diese Aussage ist sehr wage. Ich glaube kaum, daß Bayern und Nordtirol keine Adressdatenbank hat mit denen Sie ebenfalls 2 Millionen Menschen ansprechen können. Und ob die Datenbank zentral ist oder nicht spielt keine so große  Rolle.

Des weiteren fordert die SMG weitere 2 Millionen Euro von der Landesregierung. Schon klar, dass in schwierigen Zeiten mehr geworben werden muß. Doch woher soll die Landesregierung die 2 Millionen schütteln, besonders jetzt wo es eine kleine Krise zwischen Rom und Bozen gibt. Mein Vorschlag wäre an der Effizienz zu arbeiten. Welche Werbeform brachte mir was? Wo investieren ich in Zukunft mein Geld besser? Natürlich wird auch jetzt schon Erfolgscontrolling betrieben, aber auch da könnte man sich verbessern. Ich spiele hier z.B. auf die Adwords Schaltungen der suedtirol.info an. Also ich habe keine Ahnung vom Budget,  aber wird da die Conversionrate im nachhinein ausgewertet?

Ich kann mich noch gut erinnern (leider habe ich keinen Screenshot) als bei der Google Suche nach “Industriestandort Südtirol” eine Werbeeinblendung von suedtirol.info zu sehen war.

Also wenn man da noch etwas feilt, dann brauchen wir vielleicht keine ganzen 2 Millionen mehr. Ein Hauch von Privatwirtschaft hat noch niemanden geschadet.

Aber alles in allem dürften wir nicht schlecht aufgestellt sein!