08.11.2010 - 17:45

Ist Wohnungstausch massentauglich?


Es gibt einige Webseiten die sich – teilweise auch sehr professionell – mit dem Thema Wohnungstausch befassen. Ein Beispiel dafür ist Homeexchange.com. Das Konzept klingt ja sehr einleuchtend: ich brauche einen Tapetenwechsel und suche einen Gleichgesinnten der bereit ist sein Heim mit meinem zu tauschen. Nehmen wir an ich möchte nach Brasilien reisen und habe das “Leeward House” gefunden – idyllisch gelegen, eigens Boot, Golfplatz in der Nähe … eigentlich alles was mein Herz im kalten Februar begehrt. Gleichzeitig geben die Eigentümer  von Leeward House an, dass sie gerne nach Italien reisen würden und dort ein Haus suchen. Bleibt nur noch zu klären ob sie mit Italien schneebedeckte Berge verbinden :) .

Kann aus diesem Nischentrend ein Mainstreamthema werden? Sicherlich ist es leichter jemanden sein Feriendomizil zur Verfügung zu stellen als jemanden in den eigenen “richtigen” vier Wänden einzuquartieren. Für Viele ist das ein zu großer Eingriff in die Privatsphäre. Man kennt sich ja schließlich nur über das Internet. Es kommt noch hinzu, dass man selbst nicht genau wissen kann wo man landet – schöne Fotos gibt es im Internet en Masse und ein Krimineller könnte sich recht einfach eine fiktive Residence zusammenbasteln um dann den Erholungssuchenden bis auf die Unterhosen auszurauben.

Wie so häufig im Internet ist der Knackpunkt das Vertrauen. Sollte es mithilfe von Videos, Gästereviews, Referenzen etc möglich sein diese – gerechtfertigte – Misstrauensbarriere zu überwinden, könnte aus der Idee des Wohnungstausches sicherlich ein massentaugliches Phänomen werden.

10.09.2010 - 13:07

Wird Sentres die touristische Onlinevermarktung in Südtirol revolutionieren?


Mit Interesse verfolge ich die Berichte in den lokalen Medien zur neuen Tourenplattform “Sentres.com” die im Oktober online gehen soll. Sentres ist ein Kooperationsprojekt des Tappeiner-Verlages und des Verlagshauses Athesia. Über 2.000 Touren, über 10.000 Bilder …. ein gewaltiges Datenvolumen das sicherlich einen bedeutenden Mehrwert für Outdoor-Freaks darstellt. Finanziert werden soll das Projekt über Service-Anbieter wie Bergführer, Hüttenbetreiber, Hoteliers die sich mit einer Mirkoseite auf dem Portal präsentieren und dafür einen Jahresbeitrag bezahlen.

Ich bin fest überzeugt, dass diese Plattform ein attraktives Werbeumfeld für Bergführer, Hüttenbetreiber oder Sportgeschäfte darstellt, da diese Anbieter einen direkten Bezug zu den angebotenen Touren – haben. Es bleibt zu sehen, ob Sentres auch ein buchungsrelevantes Umfeld für Hoteliers bieten kann: sucht jemand eine Tour und dann ein Hotel in der Umgebung oder entscheidet sich jemand für eine Region/ein Hotel und sucht dann entsprechende Tourenmöglichkeiten in der Umgebung? Erfahrungsgemäß ist Zweiteres das typischere Such- und Buchungsverhalten.

Bedingt durch die Inhalte der Plattform und der Eigenschaften der Domain (relativ jung, abstrakter Name …) wird das Portal SEO-mäßig zunächst wohl eher im Longtail-Bereich Zugriffe generieren können und muss dort versuchen eine kritische Masse an Besuchern zu erreichen. Ich glaube kaum, dass sich die Plattform in kurzer Zeit bei (buchungsrelevanten) Hauptkeywords wie “Südtirol”, “Südtirol Hotels” oder “Urlaub Südtirol” durchsetzen kann …. aber ich lasse mich gerne überraschen. Ein gewisses Besuchervolumen kann sicherlich auch durch die Medien von Tappeiner und Athesia auf die Seite gebracht werden.

Die Frage, ob Sentres die touristische Onlinevermarktung in Südtirol revolutionieren wird oder nicht, kann heute sicherlich nicht beantwortet werden. Sicherlich wird es informationsreiche und grafisch ansprechende Contentplattform. Der kommerzielle Erfolg der Plattform wird sicherlich davon abhängen, inwiefern ein interessantes Werbeumfeld für Hotelbetriebe geschaffen werden kann, was beim starken Konkurrenzkampf in der touristischen Onlinevermarktung sicherlich kein leichtes Unterfangen sein wird.

15.07.2010 - 13:51

Die Marke Südtirol


So dann melde ich mich mal wieder als Gastautor. Schon einige Zeit her, daß ich hier was geschrieben habe. Und heute gibt es eigentlich nur zwei Links

Das Thema ist die Marke Südtirol aus Anlass zweier Zeitungsberichte aus Tageszeitung Dolomiten und Alto Adige. (übrigens lustig das die Dolomiten nur kurz berichtet, und das italienische Blatt eine halbe Seite widmet ;) )

Laut den Artikeln ist die Marke Südtirol registriert. Man darf gespannt sein wohin die Reise geht mit dem Markennamen Südtirol.

Spannende Konstellation…

02.07.2010 - 10:37

Kleiner Tipp für Wanderfreunde


Das Wandern ist des Müllers Lust… Südtirol ist eine der beliebtesten Wanderregionen Europas, v. a. für Urlauber aus dem gesamten deutschsprachigen Raum!

Somit stellt sich automatisch auch die Frage:  Wo informiere ich mich über meinen Wanderurlaub?!

Für Wanderungen in Südtirol gibt es, wie ich finde, eine ziemlich gute Website: www.diewanderer.it – mit Insidertipps und Erfahrungsberichten von Wanderern für Wanderer. Grundsätzlich gibt es solche Portale ja wie Sand am Meer. Das gute ist, dass man hier endlich mal WAHRE Geheimtipps von richtigen Wanderexperten bekommt, auch Touren, die nicht jeder kennt.

Dazu gibt es sehr viele 360°-Panoramafotos und –Hotelaufnahmen, die dem Besucher gute Eindrücke von den Gegebenheiten vor Ort vermitteln. So wächst die Vorfreude auf den nächsten Wanderurlaub.

Durch die Google-Maps Schnittstelle kann man sich auch einfach Spaziergänge oder Wandertouren mit Wegbeschreibung und Fotos ausdrucken. Außerdem gibt es auch einen Web-Shop, wo man „klassische“ Wanderkarten bestellen und heimliefern lassen kann.

Ich werde demnächst mal auf eine Südtiroler „Weinsafari“ gehen ;-) Proscht!

24.06.2010 - 15:42

Hotelbuchung – Achtung vor Betrüger


Ein dicker Scheck freut wohl jeden :)   Doch Achtung: einge sind gefälscht! Die Masche finden wir nicht nur bei Online Shops sondern auch bei Hotelbuchungen: z.B für die Reservierung eines Hotelzimmers oder einer Ferienwohnung per Internet senden Betrüger einen zu hoch ausgestellten Scheck und fordern dann um die Überweisung der Differenz.
Erst im Nachhinein stellt sich dann heraus, dass der Scheck des „Kunden“ eine Fälschung war.
Wir sprechen hier nun eine dringende Warnung an alle Hotels aus.
Ein sogenannter „Buck Allen“ versendet Anfragen an Südtiroler Betrieben. Sobald es zu einer Buchung kommt, verweist er darauf hin, dass er die Buchung vorab mittels Scheck bezahlen möchte.
Nach einigen Tagen wird der Hotelier unter undurchsichtigen Gründen darum gebeten, nur einen Teil des Betrages wieder zurückzusenden. So wird der Hotelier den bereits zurücküberwiesenen Betrag nicht mehr sehen, und Gäste werden auch keine kommen.
Achtung wenn Sie solch eine Reservierungsanfrage bekommen!
Das Mail einer versuchten Geldüberweisung mit betrügerischen Absichten:

betrug1

14.06.2010 - 16:56

SMG Forum 2010 & Probleme beim Duschen


Am 10.06.2010 fand in Bozen das jährliche Forum der Südtirol Marketing Gesellschaft statt.  Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand ein Blick in das Jahr 2021 und das Thema Einfachheit. Den Blick in die Zukunft wagte der Zukunftsforscher Niels Müller, der die Besucher im Rahmen eines äußerst spannenden Vortragen von Media 1.0 in das Zeitalter von Media 5.0 führte, wo Mensch und Technologie verschmelzen. Einen Auszug aus einem ähnlichen Vortrag von Herrn Müller finden Sie hier. Als zweiter Referent sprach SMG-Chef Christoph Engl über das Thema Einfachheit. Sein Vortrag war sehr ausführlich und verfolgte das Ziel, die teilnehmenden Touristiker  dazu zu animieren, in der Produktentwicklung auf die Themen Einfachheit, Natürlichkeit und Authentizität zu bauen. Weg vom MickeyMouse-Teller auf der Speisekarte und dem Plastikweihnachtsmann vor dem Geschäft, hin zum Natürlichen und zur gelebten Authentizität. Die schriftliche Version des Vortrages von Christoph Engl finden Sie hier. Insgesamt eine spannende und stimmige Veranstaltung, bis auf das Abschiedsgeschenk: ein Gummibänder-Knäuel – sicherlich nützlich, aber nicht gerade der Inbegriff für Natürlichkeit. Dennoch danke :)

Apropos Einfachheit: übers Wochenende war ich in einem Hotel am Gardasee und konnte miterleben, wie einem Gast das Leben unnötig erschwert werden kann. Eigentlich haben wir uns im Hotel superwohl gefühlt (Hotel Caesius Therme … kann ich nur empfehlen). Allerdings war das Duschen äußerst kompliziert und ein Anruf an der Rezeption war notwenig um zu erfahren wie ich den Wasserstrahl vom Wasserhahn auf den Duschkopf verstellen konnte. Hier das Video dazu.

19.02.2010 - 11:06

Angebotsgruppen und Tourismusorganisationen: Freunde oder Feinde


Zugegebenermaßen ist der Titel etwas polarisierend, birgt aber auch ein gutes Stück Wahrheit in sich. Auch in der akademischen Diskussion liest man häufig vom Resortmanagement (Zusammenschluss von ähnlichen Hotels, meist rund um ein Thema) als Gegenpol zum Destinationsmanagement (Vermarktung einer gesamten Region/eines Ortes mit sämtlichen Betrieben, egal ob klein oder groß). Wen’s interessiert, der kann diesbezüglich auch meinen Post “Bringt Destination Governance das Ende des Destination Managements” lesen.

Fakt ist, dass beide “Vermarktungskanäle” das beschränkte Marketingbudget der Hotels anzapfen. Fakt ist auch, dass es eine immer größer werdende Anzahl an Angebotsgruppen oder Hotelkooperationen gibt und dass sich immer mehr Tourismusvereine beschweren, dass sie Mitglieder verlieren. Vor allem wenn die austretenden Betriebe große Hotels sind, macht sich das beim Budget des Tourismusvereins stark bemerkbar. In diesem Zusammenhang könnte man auch in Frage stellen, ob das derzeitige Finanzierungssystem der Tourismusvereine angebracht sei, da der lokale Tourismusverein zu stark vom Wohlwollen seiner Mitglieder abhängt, aber in diese Diskussion möchte ich mich gar nicht weiter einbringen. [...mehr] »

09.02.2010 - 17:29

Auf Staatskosten in den Urlaub


Das Südtiroler Nachrichtenportal STOL berichtet heute über eine Initiative des italienischen Staat, die auch schlechter situierten Familien einen Urlaub in den Bergen oder am Meer ermöglichen soll. Der Staat verteilt Urlaubsgutscheine, wobei sich der Staatsbeitrag je nach Familieneinkommen staffelt. Über ein Formular im Internet (http://sportello03.buonivacanze.it/) kann jeder errechnen ob und in welcher Höhe er/sie in den Genuss eines Beitrages kommen kann. Gleichzeitig können sich interessierte Beherberungsbetriebe über die Seite www.buonivacanze.it anmelden, falls sie an einer Teilnahme am Projekt interessiert sind. 5 Millionen Euro sind zunächst für die Intiative vorgesehen – first come, first serve lautet dabei die Devise. Ausserdem gelten die Gutscheine nur für Urlaube im Inland – ein Aufenthalt in der eigenen Gemeinde ist dabei ausgeschlossen :)

Ich bin neugierig wie das Vorhaben ankommen wird. Ich denke die Möglichkeit wird sicherlich genutzt werden und die Teilnahme für einen Hotelbetrieb könnte durchaus interessant sein. Die Gutscheine müssen innerhalb 30.6.2010 eingelöst werden.

15.01.2010 - 10:26

Südtirol die erfolgreichste Hotel-Region bei Holidaycheck


Mit Interesse habe ich heute morgen einen Artikel in der Tageszeitung Dolomiten gelesen und vernommen, dass 8% der weltweit beliebtesten Hotels in Südtirol angesiedelt sind. Besonders erfreut hat mich der Umstand, dass ich 4 dieser 12 prämierten Hotels zu meinen Kunden zählen darf: das Berghotel Zirm, das Hotel Ritterhof , das Hotel Andreus und das Berhotel Sexten. Vorausgeschickt, dass ich felsenfest überzeugt bin, dass in diesen 4 Betrieben Hotellerie auf höchstem Niveau geboten wird, hat mich die weltweite Verteilung der Auszeichnung doch etwas überrascht. [...mehr] »

15.12.2009 - 11:41

Neues Falkensteiner Hotel in Reischach


Gestern haben Othmar Michaeler, Erich Falkensteiner und zwei Architekten ihr neues Falkensteiner Hotelprojekt während der Gemeinderatsitzung in Bruneck vorgestellt. Das 4 Sterne S Hotel soll innerhalb 2011 in Reischach verwirklicht werden.

Die Vorstellung eines Hotelprojekts in einer Gemeindestube stellt in Südtirol ein Novum dar und ist wohl vor allem deshalb passiert, weil die Falkensteinergruppe 2 Gemeinderäte in eine Projektkommission miteingebunden hat und sie somit aktiv bei der Planung und der Auswahl des Siegerprojektes mitreden lies.

Wozu nun der ganze Aufwand?

Nun, bei dem neuen Falkensteiner Hotel handelt es sich um ein zumindest für Reischach riesiges Projekt. Zwischen Diskothek Pinè und Bachlerhof soll ein Hotel mit 99 Zimmern und 198 Betten entstehen. Der Wellnessbereich wird um die 1800 qm groß. Man setzt auf Aktivurlauber und Wellnessjünger und zu 10 Prozent auf Seminartourismus. Das Hotel soll das ganze Jahr über in Betrieb sein. Man wünscht sich im Dorf und in der Stadt eine positive Einstellung  zum Projekt und hat sich für weitmögliche Transparenz bei der Planung entschieden. [...mehr] »