03.03.2010 - 17:55

Gelungenes Beispiel für Crowdsourcing im Tourismus


Crowdsourcing ist ein typisches Web 2.0-Phänomen. Ganz allgemein beschrieben geht es darum, dass ein “Auftraggeber” einen Arbeitsauftrag in ein eigens dafür geschaffenes online Netzwerk stellt, um eine Vielzahl von Ideen und Umsetzungsvorschlägen von zumeist jungen Kreativen zu erhalten. Die beste Idee bekommt den Zuschlag und der Kreative wird für seine Arbeit entlohnt. Die anderen gehen leer aus. Erfolgreiche Beispiele sind Logotournament (Gestaltung von Logos) oder 99designs (Gestaltung von Webseiten).

Heute bin ich auf eine crowdsourcing-Idee von “Neuseeland Tourismus” gestossen. Diese Organisation hat eine Webseite launchiert, wo Video-Producer aufgefordert werden einen kurzen Werbefilm über Neuseeland zu produzieren. Unter den 5 Finalisten wird am 5.3.2010 von einer hochkarätigen Jury der Gewinner bestimmt. Die 5 Finalisten findet ihr hier (http://www.your-big-break.com/entries) … ich drücke für Andrés Borghi die Daumen, weil mir das Konzept gefällt und ich die eigens komponierte Filmmusik einfach genial finde).

25.02.2010 - 12:13

Tourismus Web 2.0


web 2.0 und Social Media – was ist das genau? Social Media sind Plattformen, welche zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen dienen. Web 2.0 ist Kommunikation. Wer still seine flickr-, YouTube-, und Facebook- Accounts verwaltet wird nicht wahrgenommen oder fällt sogar schlecht auf. Solche Portale brauchen Zeit – täglich! Sollte diese halbe Stunde am Tag nicht machbar sein ist es besser, es ganz sein zu lassen und kein Teil vom Kuchen zu sein, welcher immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Wie kann sich ein Hotel im Web 2.0 präsentieren? [...mehr] »

19.02.2010 - 11:06

Angebotsgruppen und Tourismusorganisationen: Freunde oder Feinde


Zugegebenermaßen ist der Titel etwas polarisierend, birgt aber auch ein gutes Stück Wahrheit in sich. Auch in der akademischen Diskussion liest man häufig vom Resortmanagement (Zusammenschluss von ähnlichen Hotels, meist rund um ein Thema) als Gegenpol zum Destinationsmanagement (Vermarktung einer gesamten Region/eines Ortes mit sämtlichen Betrieben, egal ob klein oder groß). Wen’s interessiert, der kann diesbezüglich auch meinen Post “Bringt Destination Governance das Ende des Destination Managements” lesen.

Fakt ist, dass beide “Vermarktungskanäle” das beschränkte Marketingbudget der Hotels anzapfen. Fakt ist auch, dass es eine immer größer werdende Anzahl an Angebotsgruppen oder Hotelkooperationen gibt und dass sich immer mehr Tourismusvereine beschweren, dass sie Mitglieder verlieren. Vor allem wenn die austretenden Betriebe große Hotels sind, macht sich das beim Budget des Tourismusvereins stark bemerkbar. In diesem Zusammenhang könnte man auch in Frage stellen, ob das derzeitige Finanzierungssystem der Tourismusvereine angebracht sei, da der lokale Tourismusverein zu stark vom Wohlwollen seiner Mitglieder abhängt, aber in diese Diskussion möchte ich mich gar nicht weiter einbringen. [...mehr] »

15.02.2010 - 11:42

5 coole Iphone-Apps mit touristischem Bezug


Da ich ungern Produkte empfehle die ich nicht selbst getestet habe, ist die Liste meiner Empfehlungen leider etwas kurz, aber dafür authentisch :). Es gibt sicherlich eine ganze Reihe an weiteren Top-Applikationen (zu den Themen Schneehöhen, Skigebiete, Webcams etc.) die ich zwar auflisten könnte, allerding von keinen persönlichen Erfahrungen berichten könnte.

Als erste App möchte ich “Every Trail Pro” erwähnen, kostet 2,99€, es gibt aber auch eine kostenlose Lite-Version . Bei einem kleinen Spaziergang in Brixen habe ich diese App gestern getestet und als überaus empfehlenswert empfunden. Everytrail zeichnet eine Tour (meinen Spaziergang) auf  und bereichert diese mit georeferenzierten Fotos. Die App besticht mit ihrer Einfachheit in der Anwendung. Die Tour wird automatisch in das Webportal www.everytrail.com geladen, von wo aus sie einfach mit anderen geteilt werden kann (über Facebook, Twitter oder Einbindung in eine x-beliebige Webseite, beispielsweise in eine Hotelseite)

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11.02.2010 - 15:15

Vorsicht vor Discounter-Reisen!


Jeder kennt sie, jeder liest über sie und fast alle denken sich: “Das ist aber günstig, wie geht das nur?” Seit ein paar Jahren bieten Discounter wie HOFER, LIDL und Co Reisen an und fahren damit Millionen Gewinne ein. Sie fungieren damit lediglich als Promoter, im Hintergrund stecken eigene Reisebüros. Sein Hotel bei einem Discounter anzubieten kann aber auch gefährlich sein.

Preis-Dumping und das “Billig-Image”

Wenn man sein Hotel bei einem Discounter anbieten will, dann steht meistens das Thema Auslastung im Vordergrund. Gerade in schwächeren Saisonzeiten helfen Discounter-Reisen die Betten doch zu füllen und so zumindest die Fixkosten zu decken. Allerdings geht damit auch das immer noch vorherrschende Image der Discounter einher: “Billig, schlechte Qualität und Massenware”. [...mehr] »

09.02.2010 - 17:29

Auf Staatskosten in den Urlaub


Das Südtiroler Nachrichtenportal STOL berichtet heute über eine Initiative des italienischen Staat, die auch schlechter situierten Familien einen Urlaub in den Bergen oder am Meer ermöglichen soll. Der Staat verteilt Urlaubsgutscheine, wobei sich der Staatsbeitrag je nach Familieneinkommen staffelt. Über ein Formular im Internet (http://sportello03.buonivacanze.it/) kann jeder errechnen ob und in welcher Höhe er/sie in den Genuss eines Beitrages kommen kann. Gleichzeitig können sich interessierte Beherberungsbetriebe über die Seite www.buonivacanze.it anmelden, falls sie an einer Teilnahme am Projekt interessiert sind. 5 Millionen Euro sind zunächst für die Intiative vorgesehen - first come, first serve lautet dabei die Devise. Ausserdem gelten die Gutscheine nur für Urlaube im Inland - ein Aufenthalt in der eigenen Gemeinde ist dabei ausgeschlossen :)

Ich bin neugierig wie das Vorhaben ankommen wird. Ich denke die Möglichkeit wird sicherlich genutzt werden und die Teilnahme für einen Hotelbetrieb könnte durchaus interessant sein. Die Gutscheine müssen innerhalb 30.6.2010 eingelöst werden.

15.01.2010 - 10:26

Südtirol die erfolgreichste Hotel-Region bei Holidaycheck


Mit Interesse habe ich heute morgen einen Artikel in der Tageszeitung Dolomiten gelesen und vernommen, dass 8% der weltweit beliebtesten Hotels in Südtirol angesiedelt sind. Besonders erfreut hat mich der Umstand, dass ich 4 dieser 12 prämierten Hotels zu meinen Kunden zählen darf: das Berghotel Zirm, das Hotel Ritterhof , das Hotel Andreus und das Berhotel Sexten. Vorausgeschickt, dass ich felsenfest überzeugt bin, dass in diesen 4 Betrieben Hotellerie auf höchstem Niveau geboten wird, hat mich die weltweite Verteilung der Auszeichnung doch etwas überrascht. [...mehr] »

09.12.2009 - 13:16

Wellness in der Commodity-Falle


Seien wir ehrlich: Wellness wie wir es bisher kennen lockt mittlerweile kaum noch jemanden hinter dem Ofen hervor. Weshalb auch? Ich beispielsweise gehe einmal wöchentlich in die öffentliche Sauna in Brixen und finde dort ein Produkt vor das zweifelsohne mit eine schönen 4-Sterne-Hotel konkurrieren kann. Wieso sollte ich dann einen Wellness-Urlaub suchen? Der Mensch sucht im Urlaub das “Aussergewöhnliche”, möchte aber gleichzeitig das “Gewohnte” nicht missen. Nur wer das “Aussergewöhnliche” findet wird den Freunden begeistert vom Urlaub erzählen und auch noch einen zweiten Urlaub in diesem Hotel verbringen wollen.  [...mehr] »

03.12.2009 - 12:04

Produktinnovation: weniger ist manchmal mehr!


In den vergangenen Jahrzehnten erfolgte  Produktinnovation fast ausschließlich durch die Erweiterung der Produkte mit neuen Funktionalitäten. So wurden Mobiltelefone mit immer neuen Funktionalitäten ausgestattet und das Leistungsspektrum von Tourismusdienstleistern ständig erweitert. Fast immer bedeutete diese Produkterweiterung eine Preiserhöhung und auch eine komplexere Bedienung des Produktes. Aber es geht auch anders: vor einigen Wochen habe ich mir einen Camcorder der Marke „Flip” (Flip Ultra HD) zugelegt und dafür ca. 200 € bezahlt. In diesem Preissegment bewegen sich die meisten Einsteigermodelle für digitale Videokameras. Das Besondere daran: diese Videokamera kann fast nix und hat schätzungsweise ¼ der Funktionalitäten der Mitbewerber. Sie hat aber worauf es (für mich) ankommt: sehr klein, ästhetisch ansprechend und liefert eine gute Aufnahmequalität. Aber vor allem haben sich die Entwickler Gedanken gemacht, welche Funktionalitäten ich wirklich brauche und dafür war ich ihnen so dankbar, dass ich das Produkt gekauft habe. [...mehr] »

30.11.2009 - 10:54

Welche Marktentwicklung erwartet den Tourismus nach der Krise?


Letzte Woche habe ich anlässlich des “Tag der Innovation der Handelskammer Bozen” verschiedenen interessanten Vorträgen beigewohnt. Dabei sind mir 3 Folien aus dem Vortrag von Andreas Steinle vom Zukunftsinstitut besonders in Erinnerung geblieben. Die erste zeigte, wie sich die Nachfrage in Boom-Märkten clustert: eine Gruppe von Konsumenten zieht in Richtung “Luxus”, die zweite in Richtung “Discount”. Genau dieses Phänomen konnten wir vor der Krise beobachten. Folie 2 zeigte die Entwicklung in Krisenzeiten auf: eine relativ kleine Gruppe verbleibt im Segment “Luxus” und es gibt einen starken Drank von Konsumenten in Richtung “Discount”.

Besonders interessant fand ich dann Folie 3 die beschrieb, was nach der Krise passiert: der Großteil der Konsumenten entdeckt die “neue Mitte” und in diesem Segment konzentriert sich auch der Großteil der Nachfrage. Die neue Mitte steht für Bodenständigkeit, dem Reelen, dem Authentischen und von allem dem Preiswerten, wobei “preiswert” nicht für billig, sondern für “seinen Preis wert” steht.

Was bedeutet dies für unseren Tourismus? Zweifelsohne eine große Chance für jene Hotels, die in den letzten Jahren eine Schere zwischen “exklusiv” und “billig” beobachteten und durch ihre Position “in der Mitte” nicht die verdiente Aufmerksam erhielten. Authentizität und das Streben nach Qualität und Kundenzufriedenheit wird vermehrte Aufmerksamkeit erfahren. “Mogelpackungen” können sich möglicherweise in der Krise behaupten, stellen allerdings nach der Krise kein nachhaltiges Geschäftsmodell dar.