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28.05.2009 - 11:45
Ich muss mir hier mal Luft machen.
Ich checke jeden Tag den Mail Account vom Berghotel Zirm. Jeden Tag ärgert es mich wieviele unseriöse Angebote in das Postfach trudeln.
Die einen verkaufen Gartenmöbel zu Preisen die es noch nie gab, die anderen garantieren die Position 1 auf Google usw… Ich weiß gar nicht wie groß die Conversion solcher Blindmailings ist. Vielleicht 0,001% ? Praktisch 0,001% “Hoteldeppen” von X fallen immer noch rein. Tolle Gleichung oder
Aber warum ich zu diesen Post komme ist ein besonderes Angebot. Also es kam nicht via E-Mail sonder per Fax!!!
Das Angebot war ein Eintrag auf www.euro-hotel.com.
Fett in der Überschrift stand: Auf Platz 1 bei Google. Leider fand man erst im Kleingedruckten das Keyword. Es geht um das hartnäckige und conversionstarke Keyword “Hotelführer”
Und nicht mal da schafft man es auf Nr. 1
Täglich gelangen 21.500 und 24.900 Besucher auf ihr “Portal”. Einfach das Formular zurückfaxen und man ist dabei.
Das ganze kostet 99 Euro für ein Jahr. Also es ist mehr getan wenn man das Geld nach Afrika oder in’s Erdbebengebiet Umbrien sendet.
Wer auf so ein Angebot reinfällt sollte lieber die Hände weg vom Marketing lassen, bzw. sich von externen vermarkten lassen. Oder man hat so ein gutes Herz und sieht die 99 Euro als Spende für das Unternehmen mit dem tollen Portal. Jeder soll seine Chance bekommen
Was denken sich solche Unternehmen wenn sie so ein Produkt auf den Markt werfen. Herrscht keine Scham wenn man das Produkt präsentiert? Handelt es sich um ein Übermaß an Naivität oder doch Abzocke???
Ich glaube ja immer an das Gute im Menschen…
07.05.2009 - 15:06
Das Lammertal berichtet von ihren ersten eTourismus Fitness Basiskurs wo 100 Touristiker (von Zimmervermieter bis Hoteliers) sich im Umgang mit dem Tourismus schulen ließen.
Die ganz Geschichte ist für die Kursteilnehmer kostenlos. Das Projekt wird wird nämlich von der EU aus gefördert. (Der erste Vortrag wurde von Irene Peer veranstaltet, yeahh wir Südtiroler
)
Reinhard Lanner kennt das Potential das im Internet steckt, und er weiß auch wo der Schuh drückt. Er versucht seine Leistungsträger im touristischen Umfeld ständig für das Thema Internet zu begeistern. Mit den Basiskursen hat er sicherlich einen weiteren Grundstein gelegt, und die Beteiligung gibt ihm recht. Auch der kleinste Vermieter versteht langsam die Wichtigkeit des WWW, sonst wären niemals 100 Teilnehmer gekommen.
Können wir das in Südtirol auch? Viele (besonders Kleinbetriebe) hätten solche Basiskurse unbedingt notwendig. Wenn sie in Zukunft weiter wettbewerbsfähig sein wollen, müssen sie mit dem Internet umgehen können. Natürlich werden kostenpflichtige Kurse vom HGV angeboten, doch besucht werden die meist mager. Besser wäre es wenn ein offizieller (kostenloser) Vortrage angeboten wird. Vielleicht bekommt man dann auch den letzten Gastwirt in die Schulbank.
In Südtirol gibt es aber auch die andere Seite der Medaille. Ich kenne genug Hoteliere die wirklich Internetfit sind, oder glauben es zu sein. Wirklich viel Geld wird hier in’s Internet investiert wird. Alles gut und recht, aber meistens wird im nachhinein nicht gecheckt ob das Geld auch richtig investiert wurde. Und hier trennt sich nun die Spreu vom Weizen. Schnell 20.000 Euro in SEM, SEO usw zu stecken, um sein Marketinggewissen zu beruhigen ist nicht genug.
Aber genau hier erkenne ich ein Umdenken. Der Krise sei dank! Wurde bisher blind das Geld “zum Fenster raus geworfen” fängt man nun an zu überlegen. Kann man Adwords auch selber schalten? Wieviele Buchungen hat mir die Werbung gebracht (nicht nur Klicks). Wer auch im Controlling seine Hausaufgaben macht, hat einen Know How Vorsprung, kann sein Geldmittel effizienter einsetzen, und ist somit der Konkurrenz einen Schritt voraus.
24.04.2009 - 14:45
Diesen tollen Link habe ich von Frau Richcorner erhalten!
http://www.ichmussrauss.com

Worum geht es?
DERAG Hotel and Living biete Spezialpakete für Männer an, die nach dem Beziehungskrach mit der Frau eine Bleibe suchen
(ich finde das Videointro spitze!)
Was wird geboten?
Natürlich alles was Männer brauchen und wollen
- Ein kühles Six-Pack liegt im Kühlschrank bereit.
- Das Pay-TV ist bereits freigeschaltet.
- Der Room-Service wartet auf Ihren Anruf.
- Die Telefonnummer eines Scheidungsanwalts liegt neben dem Telefon parat.
- Und zu guter Letzt genießen Sie eine Zigarre, die wir Ihnen ebenfalls bereits auf das Zimmer gebracht haben.
Super! Da bekommt Hotel Mamma richtig Konkurrenz.
Natürlich hat die Hotelkette auch “normale” Urlaubsangebote.
22.04.2009 - 10:22
Jedes Unternehmen das sich mit Print, Medien, Marketing und Werbung beschäftigt, hat schon lange auch das Web für ihr Portfolio entdeckt.
Ein Homepage ins Internet zu stellen ist natürlich keine Hexerei. Aber es gehört einiges mehr dazu, als ein Screendesign und etwas HTML. Was ist mit Usability, Anfragenmanagment, SEO, Beratung etc…
Mir stellt es immer die Nackenhaare hoch wenn z.b. Tourismusdestinationen ihre Webseite einem Grafiker in die Hang geben. Also Grafiker sollen Grafik und Print machen, IT – Unternehmen sollen sich um die Umsetzung kümmern.
Ich habe heute ein tolles Poster von Bytes zugesendet bekommen:

Das Bild ist abgeschnitten. Wenn ihr den ganzen Eisberg sehen wollt dann klickt hier…
Wer sich mit Design und Content begnügt der kann sich den Click sparen
Das Poster kommt übrigens von der Internetagntur Lightwerk.
20.04.2009 - 12:34
Social media hat sehr viel mit Web2.0 zu tun. Diese Begriffe nun zu erklären dürfte etwas größeren Umfang benötigen. Lest einfach bei Wiki nach, wenn diese Buzzwörter noch keine Begriffe sind
Hier habe ich eine sehr gute Grafik von “Tips form the T-List” gefunden, die aufzeigt was ein Hotel in seinem Social-Media-Marketing alles verfolgen bzw. machen sollte.
Einfach auf das Bild klicken um es zu vergrößern

Alle diese Tätigkeiten führen dazu, daß das Hotel zu einem Begriff bzw. zu einer Marke in der Travelcommunity kommt. Weiter positive Effekt davon sind die Multiplikatoren. Viele neue entstehende Portale greifen auf solche Dienste zurück, bzw. nützen bei der Portalentwicklung die Travelcommunity. Und ohne eine Zutun ist man plötzlich wieder auf Plattformen online, von denen man vorher vielleicht gar nicht’s gewusst hatte.
Erst gestern hatte ich eine Diskussion über Flickr. Ein Gastwirt möchte nicht, daß die ganzen Hotelbilder auf Flickr raufkommen. Er glaubt es wird zu viele Probleme geben mit seinen Gästen die das nicht möchten. Nun stellen wir alle Bilder auf seine Homepage rauf. Auf Flickr kommen nur aussortierte.
Ich selber bin immer der Typ der diesen Diensten alles zum Fressen vorwirft. Alles was wir haben soll in die Weiten des Internets. Probleme wegen Privacy hatten wir bis jetzt noch nie…
16.04.2009 - 14:46
Diesen Tipp gebe ich nun, weil ich in letzter Zeit immer wieder das selbe erlebt habe. Mit dem Tipp erfinde ich nun die Welt nicht neu, aber nehmt ihn, liebe Hoteliers, zu Herzen
Es geht um Passwörter. Wir bekommen immer wieder Mails oder Anrufe weil unsere Kunden die Passwörter vergessen haben. Natürlich kein Problem, wir senden die Daten gern zu. Heute hat man für nahezu jede Zusammenarbeit einen eigenen Zugang mit Passwort. Die meisten Kunden machen den Fehler, und vertrauen auf den Automatismus vom Explorer, der Ihnen immer wieder die Passwörter ausfüllt.
Viele machen sich nun aber nicht Gedanken, was passiert wenn man seinen PC wechselt, Windows neu installiert, oder ähnliches. Alles weg und man muss seine ganzen Partner nochmals kontaktieren um an die Passwörter zu kommen. Umständlich, und kostet auch viel Zeit.
Ich gebe jedem den Tipp ein Datei in Excel anzulegen, mit der Internetadresse, Benutzernamen und Passwort. Natürlich gehört die Datei gepflegt. Der Aufwand ist minimal und man hat seine Zugangsdaten aufgeräumt.
Wie sollte nun aber ein Password sein? Also mehrere Buchstaben sind von nöten. Am besten mit Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen oder Sonderzeichen. Super wäre, wenn pro Zugang ein anderes Passwort benutzt wird. Ist aber nur schwer vorstellbar. Einfach bei wichtigen Zugängen mit den Passwörtern variieren. Bei anderen (eher unwichtigen) Accounts könnt ihr gerne die selben benutzen. Hier ein Link, der ausführlich erklärt wie das perfekte Passwort aussieht.
08.04.2009 - 9:02
Kennen Sie Travel IQ? Die Suchmaschine für Ihren Urlaub sucht nach den besten Angebote für Flüge, Unterkünfte sowie Mietwagen.
Sind Sie auf der Suche nach einen Flug nach Barcelona? Einfach das Formular ausfüllen und schon werden von den verschiedensten Airlines die Flüge angeboten. Sehr komfortabel… Gut gelöst ist dabei auch die Kombination von verschiedenen Fluglinien. Es können Flugtickets mit Hin- und Rückflüge verschiedener Airlines gebucht werden.
Bei der Hotelbuchung werden HRS, booking, venere, und wie sie alle heißen, abgefragt. Dazu sind die einzelnen Unterkünfte noch verortet in der Google-Map. Die neue Zusammenarbeit mit Holidaycheck rundet die Suchmaschine ab.
Jetzt kenne ich den Preis, den Standort, sowie die Meinungen über das Hotel. Im Prinzip brauche ich die Homepage der Unterkunft nicht mehr besuchen.
Alles in allem eine sehr gelungen Seite, die Sie bei der nächsten Urlaubsbuchung besuchen sollten.

26.03.2009 - 19:55
Heute vom Holidaycheck Award (ein Post darüber wird folgen…) zurück, und sofort muss ich die Neuerungen aus Konstanz testen. Mann kann nun die Hotelbewertungen viel einfacher als früher mit dem Openholidayguide einbinden.
Es funktioniert einwandfrei über ein Iframe, und ich habe es sofort auf meiner Spielwiese ausgetestet.

Das Widget kann im Hotelbreieich nach Wahl zusamengebastelt werden. Es benötigt keine besonderen Internetkenntnisse.
Einfach den Style und die Sprache auswählen

und nachher den Code kopieren und auf der Homepage einbauen

Finde ich sehr nützlich das Tool. Mal sehen welches Widget am besten worked… Man kann z.b. auch die letzten 10 Bewertungen ausgeben!
Kleiner SEO-Tip an Holidaycheck. Iframe Links sind nicht so der Renner. Wieso baut ihr nicht einen sauberen Backlink noch dazu im Code. Schaut es euch mal das Konzept von Vimeo an. Hier ist ein Beispielvideo. Natürlich werden einige den Link manuell entfernen, viele werden ihn aber stehen lassen
Ich erstarre jetzt schon vor den ganzen Links die ihr damit generiert
20.03.2009 - 15:30
So wie es in der Filmindustrie den Oscar bzw. die goldene Himbeere gibt, erhält man auch im Tourismus solche Awards und Anti-Awards.
Nächste Woche wird der Holidaycheck-Award (wo ich übrigens teilnehmen und natürlich berichten werde)verliehen. Bereits vorher hat Tripadivsor die schmutzigsten Hotels 2009 “gekürt”

Dann hoffe ich, dass euer nächstes Urlaubshotel nich in der Top 10 Liste ist. Bis dann und schönes Wochenende
19.03.2009 - 11:42
Für alle Nicht-Südtiroler wird Wiku kein Begriff sein.
Also der Wiku ist der Wirtschaftskurier vom Tagblatt Dolomiten, der wöchentlich als Beilage mitversendet wird.
Ich lese die Zeitung recht gerne. Alles rund um Wirtschaft, Tourismus, Industrie aus unserer Alpenregion wird aufgegriffen.Gestern stachen mir zwei Artikel in’s Auge, und möchte hier nun ein paar Gedanken los werden.
Einmal ging es um den Artikel “Tatort in den Dolomiten“. Die Business Location Südtirol (BLS – sorry bis jetzt kannte ich das Gremium nicht…) und die SMG wollen nun vermehrt Fernsehproduktionen nach Südtirol bringen. Man denkt an einen Tatort in den Dolomiten, oder einen Liebesfilm am Kalterer See. Das witzige an der ganzen Sache: Bereits vor gut einem Jahr habe ich die SMG in diesem Artikel dazu aufgefordert, Serien oder Filmproduktionen nach Südtirol zu bringen. Gut Ding braucht Weile. Ich bin mal gespannt wie es weiter geht…
Der zweite Artikel hat die Überschrift “Lichtblicke in der Krise“. Hier wird kurz über die ITB eingegangen bzw. über das Reiseverhalten der Urlauber 2008/2009 erzählt. Was mich etwas ins Grübeln brachte, waren die Aussage von Herren Engl wie wir der Krise gegensteuern.
Also er spricht von vielen Mailings und Newslettern mit denen er 2 Millionen Menschen in den Hauptmärkten erreichen will. Möglich machen die Mailings eine Datenbank die einzigartig sei. Anscheinend hätten wir da einen Vorteil, da Bayern und Nordtirol so eine zentrale Datenbank nicht haben. Also diese Aussage ist sehr wage. Ich glaube kaum, daß Bayern und Nordtirol keine Adressdatenbank hat mit denen Sie ebenfalls 2 Millionen Menschen ansprechen können. Und ob die Datenbank zentral ist oder nicht spielt keine so große Rolle.
Des weiteren fordert die SMG weitere 2 Millionen Euro von der Landesregierung. Schon klar, dass in schwierigen Zeiten mehr geworben werden muß. Doch woher soll die Landesregierung die 2 Millionen schütteln, besonders jetzt wo es eine kleine Krise zwischen Rom und Bozen gibt. Mein Vorschlag wäre an der Effizienz zu arbeiten. Welche Werbeform brachte mir was? Wo investieren ich in Zukunft mein Geld besser? Natürlich wird auch jetzt schon Erfolgscontrolling betrieben, aber auch da könnte man sich verbessern. Ich spiele hier z.B. auf die Adwords Schaltungen der suedtirol.info an. Also ich habe keine Ahnung vom Budget, aber wird da die Conversionrate im nachhinein ausgewertet?
Ich kann mich noch gut erinnern (leider habe ich keinen Screenshot) als bei der Google Suche nach “Industriestandort Südtirol” eine Werbeeinblendung von suedtirol.info zu sehen war.
Also wenn man da noch etwas feilt, dann brauchen wir vielleicht keine ganzen 2 Millionen mehr. Ein Hauch von Privatwirtschaft hat noch niemanden geschadet.
Aber alles in allem dürften wir nicht schlecht aufgestellt sein!
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