Letzte Woche war ich auf der ITB in Berlin und habe dort dem “E-Travel Success Across Europe“-Kongress und dem PhocusWright Blogger Summit beigewohnt. Zwei spannende Tage an denen versucht wurde zu verstehen wie Informationstechnologien den Tourismussektor verändern wird. Es wurde viel über mobile Endgeräte gesprochen, allen voran das Iphone, über Social Media Applikationen, aber auch über den “klassischen” elektronischen Vertrieb von Tourismusprodukte über das Internet. Unter anderem haben Top-Manager der Suchmaschinen Bing und Google ihre Pläne für den Tourismus präsentiert … ich persönlich habe mich immer wieder mit der Frage beschäftigt “Was passiert, wenn Google und Bing verstärkt in den Hoteldirketvertrieb einsteigen”?
Bing versucht schon recht konkret dieses Segment zu besetzen. Einerseits gibt es Bing Travel wo Bing sozusagen eine Aggregation von touristischen Leistungen entlang der Wertschöpfungskette vornimmt. Konkret arbeiten sie mit einer Vielzahl von Partnern (Orbitz.com und andere) und integrieren deren Angebote auf einer Seite. Somit soll es möglich sein, seinen Urlaub direkt auf Bing zu planen. Andererseits scheinen sie im Tourismus auf die “Visuelle Suche” zu setzen – siehe dazu Bing – Visual search.
Mehr Sorgen hat mir die Präsentation von Google gemacht. Nicht aufgrund von dem was gesagt wurde, sondern eher aufgrund von dem was nicht gesagt wurde. Google hat sich sehr zugeknöpft gezeigt und hat bei der Präsentation fast nur von Youtube gesprochen. Aber welches Potential steckt in Google?
1. Man nehmen die einzelnen Bausteine von Google, sprich Youtube, Google Maps, Google Streetview ecc,
2. mixe sie mit Googles Social Media Tools (Blogger.com, Orkut.com …) – idealerweise integriere man die Daten aus Facebook und/oder Twitter,
3. man integriere die tourismusrelevanten Informationen die Google über Analytics und Google Adwords sammeln konnte und
4. daraus schnüre man ein Gesamtpaket das die gesamte touristische Dienstleistungskette zu 100% abdeckt (Hotel, Flug, car rental ….) ohne die Google-Seite jemals zu verlassen
Wie wirkt sich dies auf den weltweiten Vertrieb von touristischen Dienstleistungen aus?



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