Da meine Frau im 6. Monat schwanger ist, habe ich heuer ausnahmsweise bei der Urlaubsplanung auf das Vorhandensein eines Krankenhauses am Urlaubsort geachtet. Deshalb ist meine Wahl auf die Costa Smeralda (Sardinien) gefallen, wo es im Hauptort Olbia sage und schreibe 3 Krankenhäuser gibt (eines davon ziemlich neu).
Am 3 Urlaubstag habe ich eine wesentliche Grundregel des guten Urlaubers missachtet, sprich ich habe im Urlaub etwas getan, was ich übers ganze Jahr hinweg nicht mache: SPORT. Meine Wahl ist auf Tennis gefallen, da bei der angebotenen Alternative Fussball laut meiner Einschätzung die Verletzungsgefahr zu hoch war. Diese smarte Überlegung konnte leider nicht verhindern, dass ich gestolpert bin und ich mir eine Verletzung am linken Knöchel zugezogen habe. Also schnell Taxi gerufen und ab ins Krankenhaus. Nach 2,5 Std Wartezeit wurde ich endlich untersucht und die Diagnose lautete auf Muskelzerrung (natürlich wurde weder ein Röntgenbild noch eine Ultraschalluntersuchung gemacht). Zurück ins Hotel und fleissig Muskelsalbe schmieren lautete nun die Devise.
Doch das ganze ließ mir keine Ruhe da ich irgendwie das Gefühl hatte, dass sich eine Muskelzerrung anders anfühlen würde. Also ging ich nach 2 Tagen erneut ins Krankenhaus, wartete erneut 2 Std und erneut schien es nicht wert zu sein mittels moderner Technologie in meinen Fuss “hineinzuschauen”. Die neue Diagnose lautete nun auf Muskelzerrung mit möglicher Achillessehnenzerrung.
Fazit: Nach meiner Rückkehr nach Südtirol wurde ich eine Woche nach dem Umfall wegen eines Achillessehnenrisses in Bozen operiert.
Lehren:
* immer auf die Bedürfnisse der Ehefrau achten
* Sardinien ist schön solange man Krankenhaus benötigt


