Die zunehmende Zahl von Skiunfällen, oft bedingt durch schnellere Skier und Pisten, ist besorgniserregend. Sie wird von Medizinern und Sportlern mit gleicher Skepsis betrachtet.
Da mancher Abfahrer das eigene Können überschätzt, geht der Tourismusverband Eisacktal ganz neue Wege, um mit skiläuferischer Selbsterkenntnis die Unfallzahlen zu senken.
An der Plose, dem Hausberg von Brixen, startet wieder die Aktion „Sicherer Skilauf“. Dabei wird jeder Teilnehmer in drei Abfahrten auf seine Geschwindigkeit, die Bewältigung verschiedener Strecken und Schwierigkeiten und seine Reaktionen auf wechselnde Schneebeschaffenheit überprüft.
Auf einem umzäunten und mit Netzen gesicherten Übungsplatz werden mit Videokameras, Fernsehgeräten und Zeitmessung die Verhaltensweisen am Hang aufgezeichnet und ausgewertet. Die Tests beginnen mit Prüfung der der Bergsituation angepassten Geschwindigkeit und der Einhaltung der „Benimmregeln“ am Berg. Es folgen Fahrten unter wechselnden Lichtverhältnissen, etwa diffuses Licht und tiefstehende Sonne, sowie im Nebel und bei starkem Wind. Im dritten Testlauf geht es von den präparierten Pisten über auf unbearbeitete Abfahrten im natürlichen Gelände. Gute Gelegenheit, die Fahrweise auf verschiedenem Schnee zu prüfen.
Erfahrene Skilehrer aus der Region überwachen die Abfahrten, geben Ratschläge zur Verbesserung des Fahrstils und vor allem der Fahrsicherheit. Wobei manchem Abfahrer wohl überraschend, aber deutlich die Grenzen seines Könnens bewusst werden.
Interessant ist, dass nach dem Skiunfall Thüringens Ministerpräsidenten Altaus die Medien in Deutschland dieses Thema stark aufnehmen.
http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,603856,00.html
Besteht die Gefahr, dass das Sicherheitsdenken den Wintersport beeinträchtigt?



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