Archiv für Februar, 2009
27.02.2009 - 13:58
Was im Januar von den großen TV-Geräteherstellern angekündigt wurde, scheint in wenigen Wochen Realität zu werden: die Medienkonvergenz TV <-> Internet wird zu einer neuen Art des Konsums multimedialer Inhalte führen. Das gilt sowohl für das Fernsehen, als auch für das Internet. Diese Konvergenz kann laut Branchenkennern soweit führen, dass Konsumenten von einem Fernsehkanal zu einer Internet-Seite zappen werden ohne es eigentlich zu merken. Aber welche Implikationen hat dies für uns Touristiker?
In erster Linie muss sicherlich die Angebotspräsentation multimedial aufbereitet werden . Ein guter Benchmark ist hierfür sicherlich die Seite des MGM Grand, wobei es wahrscheinlich ausreicht wenn man ein Viertel dessen verwirklicht, was dieses Hotel in Sachen Multimedia bietet. Aber man soll sich ja bekanntlich an den Klassenbesten messen.
Dann werden in Zukunft sicherlich TV-ähnliche Webportale ein Thema werden. Die Familie vor dem Fernsehgerät zappt durch die attraktivsten Destinations- und Hotelangebote. Es bleibt offen, ob dieses Angebot von den derzeitigen und künftigen Web-TV-Kanälen aufbereitet wird, oder ob sich die Destinationsportale in diese Richtung entwickeln werden. Wahrscheinlich wird es ein Mash-up von beiden werden.
Tatsache ist, dass dann TV Werbung auch für bescheidendere Budgets erschwinglich sein wird und vor allem, dass die Streuverluste der TV-Werbung minimiert werden, da die Kommunikation zielgenau die interessierte Zielgruppe und Region erreicht.
Das sind die 3 wesentlichen Entwicklungen die mir auf die Schnell einfallen. Vielleicht fällt der Einen oder dem Anderen ja noch etwas dazu ein
24.02.2009 - 17:42
…. titelt die Bild-Zeitung (zum Artikel). Gemeint ist die jüngste Werbekampagne der Emilia Romagna, wo Luca Toni für seine Region die Werbetrommel rührt. Ganz leidenschafliche Bayern München (oder Luca Toni)-Fans können über die Seite www.original-italienisch.de sogar einen kostenlosen Kalender bestellen, in dem Luca Toni seine Region in 12 Monaten vorstellt. Zurecht zieht die Region alle Register in der Vermarktung, vor allem wenn man einer aktuellen Umfrage der Dresdner Bank Glauben schenkt, wonach 28% der Deutschen im kommenden Sommer weniger Geld in den Urlaub stecken werden. Meines Erachtens nach, eine gelungene Aktion. Auch die Seite http://www.original-italienisch.de vermarktet die Region “ganz nebenbei” ihr Urlaubsangebot - auf eine sehr angenehme Art und Weise (vor allem im Vergleich zur offiziellen Tourismusseite des Assessorats für Tourismus der Region).
Was Luca Toni für die Emilia Romagna ist, ist Rafael Nadal für die Balearen. Auf der Seite http://www.dieinselnvonnadal.de bewirbt er seine Heimat (siehe dazu auch W&V online). Wie stark die Sympathie der Sportstars auf das Image der Urlaubsregion abfärbt, werden die Nächtigungsergebnisse zu Jahresende zeigen. Bisher steht nur fest, dass Krise offensichtlich erfinderisch macht.
20.02.2009 - 10:00
Nun gebe ich wieder einmal einen Beitrag über Google Adwords zum Besten. Viele Hoteliere schwören auf dieses Marketinginstrument, obwohl sie es total falsch einsetzen. Manche starten die Kampagne und schalten sie nächsten Monat wieder ab, ohne jemals die Keywords oder den Anzeigentext optimiert zu haben. Aber über dieses Thema habe ich bereits einmal geschrieben.
Es geht mir heute viel mehr um die Trittbrettfahrer! Jene Unternehmen die mit einem fremden Namen für sich Werbung machen. Ganz dreist ist es wenn ein Kollege mit einem fremden Hotelnamen für sein eigenes Hotel wirbt… Dann wird es auch noch peinlich, und es kommt nicht selten vor.
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18.02.2009 - 9:11
Ist der Ruf erstmal ruiniert, dann ist noch nicht alles verloren! So zumindest die sog. Reputationsagenturen wie bspw. Deinguterruf.de. Agenturen wie diese versprechen das Image Ihrer Kunden im Netz zu überwachen und im Ernstfall dagegen vorzugehen. Bislang handelte es sich bei den Kunden vor allem um Privatpersonen. Mittlerweile häufen sich allerdings die Anfragen von Hotels und Gastbetrieben.
Unternehmen wie Trustyou haben sogar bereits eine eigene Software für diesen Zweck entwickelt. Diese durchsucht das WWW nicht nur nach Hotelbewertungen, sondern kann die Kommentare sogar inhaltlich einordnen (etwa in Kategorien wie Atmosphäre, Lage, Essen, Service, etc.) Die Software ist derzeit noch in der Testphase, soll aber in den nächsten Monaten reif für den Markt sein.
Sollten Hoteliers bereits einen angekratzten Ruf haben, dann gibt es im Grunde noch 4 Möglichkeiten: [...mehr] »
03.02.2009 - 15:51
Vor kurzen unterhielt ich mich mit einem Hotelier, und er stöhnte über die Marketingkosten die er jährlich aufwenden musste.
Er zeige mir seine Investitionen und fragte mich wo er was kürzen könnte. Da viele solche Modewörter wie Web2.0, SEO usw. und noch allerhand drinnen standen konnte ich wenig dazu sagen. Ich wusste nicht bescheid, welche Leistung dahinter steckt.
Auf meine Frage, wie viel er darüber Buchungen bekam, konnte er mir keine Antwort geben…
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