Archiv für Januar, 2009

30.01.2009 - 11:00

Argumente für die Schaffung neuer Gästebetten in Brixen


Fünf Argumente für den Ausbau des Brixner Bettenangebotes

Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeitabschnitten kommen Experten immer wieder zur Einsicht, dass der Tourismus Turbulenzen ausgleicht und für volkswirtschaftliche Stabilität garantiert.
Allerdings steht es in der Natur der Sache, dass sich auch dieser Wirtschaftssektor entwickeln muss. Dabei wollen wir jetzt nicht nur die baulichen und „harten Fakten“ behandeln sondern uns wesentlich auf die modernen Bedürfnisse der Gastlichkeit rund um Brixen konzentrieren.
In den letzten 18 Jahren beobachten wir im Gemeindegebiet von Brixen eine Entwicklung der Logiernächte von 495.985 (1991) auf 513.979 (2007) und eine Steigerung der Ankünfte von 105.397 (1991) auf 141.264. Interessant ist auch, dass das Bettenangebot der 4-Sterne-Betriebe ist von 239 auf 615 gestiegen ist. Einige Betriebe haben die Entwicklung in eine höhere Einstufung als betriebswirtschaftliche Chance wahrgenommen und investiert. Zu bemerken ist dabei die Entwicklung der gastgewerblichen Betriebe von 3029 Betten auf 3070 und der Rückgang bei den nicht-gastgewerblichen Betriebe von 1594 auf 1296 Betten. Dabei ist bemerkenswert, dass sich der Urlaub am Bauernhof von 16 (1996) auf 446 (2007) Betten entwickelt hat der den landwirtschaftlichen Betrieben einen bedeutenden Zuerwerb bietet.
Ein positiver Lichtblick ist, dass einige Brixner Unternehmer in den letzten Jahren in die Beherbergungsbetriebe investiert haben und an eine positive Zukunft des Brixner Tourismus glauben. Allerdings müssen noch viele Betriebe diesen Vorbildern folgen, damit die Attraktivität und Begehrlichkeit der ältesten Stadt Tirols dem steigenden Konkurrenzdruck standhalten kann.

Als erstes Argument für die Errichtung der neuen Hotelanlage mit hochwertigen Betten im Ortsteil Mellaun ist, dass ein neuer Leitbetrieb mit innovativen Angeboten entsteht.
Durch die Entstehung dieses Leitbetriebes im Brixner Gemeindegebiet, erfährt das touristische Angebot ein Verbindungsglied zwischen dem kulturhistorischen Zentrum und der Kultur- und Naturlandschaft. Zudem ermutigt der Vorbildcharakter dieses Leitbetriebes innovative Investitionen und Ausrichtungen bei anderen Beherbergungsbetrieben.
Ein weiteres wichtiges Argument ist, dass dieser neue Betrieb das qualitative Image der Region steigert und somit den Standort Brixen in allen Bereichen aufwertet.
Ein serviceintensiver Gastbetrieb höherer Kategorie, bietet qualifizierte Arbeitsplätze für junge Fachkräfte die in der Region und vor allem in den Brixner Fachschulen ausgebildet werden.
Ein nicht unbedeutendes Argument ist die ganzjährige Ausrichtung des Betriebes. Diese Vorbildfunktion regt die notwendige Entwicklung zur Ganzjahresdestination an, die nicht nur betriebswirtschaftlich, sondern auch volkswirtschaftlich in Zukunft unabdingbar sein muss.

Weiters basiert die Philosophie der Betreiber des neuen Gastbetriebes auf die Einbindung lokaler Produkte und weist auf die Glaubwürdigkeit der regionalen Produkte hin. Gerade der Standort im Mittelgebirge setzt eine Kontinuität dieser Philosophie voraus.

29.01.2009 - 16:37

Fahrsicherheit auf Skipisten


Die zunehmende Zahl von Skiunfällen, oft bedingt durch schnellere Skier und Pisten, ist besorgniserregend. Sie wird von Medizinern und Sportlern mit gleicher Skepsis betrachtet.
Da mancher Abfahrer das eigene Können überschätzt, geht der Tourismusverband Eisacktal ganz neue Wege, um mit skiläuferischer Selbsterkenntnis die Unfallzahlen zu senken.
An der Plose, dem Hausberg von Brixen, startet wieder die Aktion „Sicherer Skilauf“. Dabei wird jeder Teilnehmer in drei Abfahrten auf seine Geschwindigkeit, die Bewältigung verschiedener Strecken und Schwierigkeiten und seine Reaktionen auf wechselnde Schneebeschaffenheit überprüft.
Auf einem umzäunten und mit Netzen gesicherten Übungsplatz werden mit Videokameras, Fernsehgeräten und Zeitmessung die Verhaltensweisen am Hang aufgezeichnet und ausgewertet. Die Tests beginnen mit Prüfung der der Bergsituation angepassten Geschwindigkeit und der Einhaltung der „Benimmregeln“ am Berg. Es folgen Fahrten unter wechselnden Lichtverhältnissen, etwa diffuses Licht und tiefstehende Sonne, sowie im Nebel und bei starkem Wind. Im dritten Testlauf geht es von den präparierten Pisten über auf unbearbeitete Abfahrten im natürlichen Gelände. Gute Gelegenheit, die Fahrweise auf verschiedenem Schnee zu prüfen.
Erfahrene Skilehrer aus der Region überwachen die Abfahrten, geben Ratschläge zur Verbesserung des Fahrstils und vor allem der Fahrsicherheit. Wobei manchem Abfahrer wohl überraschend, aber deutlich die Grenzen seines Könnens bewusst werden.

Interessant ist, dass nach dem Skiunfall Thüringens Ministerpräsidenten Altaus die Medien in Deutschland dieses Thema stark aufnehmen.

http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,603856,00.html

Besteht die Gefahr, dass das Sicherheitsdenken den Wintersport beeinträchtigt?

12.01.2009 - 17:15

Google ein Umweltsünder?


Laut einer Studie von Alex Wissner-Gross der Harvard University verursacht jede Suchabfrage von Google einen CO2-Ausstoß von 7gr. Zwei Abfragen würden gleichviel CO2 produzieren, wie das Erwärmen einer Teekanne (siehe Times Artikel). Die Tatsache, dass eine Abfrage weltweit gleich an mehrere Server geschickt wird (um möglichst schnelle Ergebnisse zu garantieren) würde die “Umweltbilanz” von Google besonders verschlechtern.

Leider habe ich keinen blassen Schimmer, ob man dieser Studie glauben kann oder nicht. Google jedenfalls dementiert die Ergebnisse auf dem Google-Blog und beziffert den Ausstoß / Abfrage mit 0,2 gr. Mein Vorsatz für 2009: die Suchmaschinenpositionen meiner Wettbewerber etwas weniger häufig zu checken – der Umwelt zuliebe :)